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Wie brate ich einen Bären? Das erfahren Sie in einem Kochkurs der Kreisvolkshochschule Verden
Im Jahre 1835 wurde der letzte Bär in Deutschland geschossen. Bis zu jenem Zeitpunkt war es durchaus möglich, Bärenfleisch zu essen. Aber auch noch im 20. Jahrhundert gab es in Deutschland die Möglichkeit, Bärenfleisch zu essen, obwohl es keine Bären mehr in freier Wildbahn gab, z. B. die Bären, die man in Zoos oder Tierparks nicht mehr brauchte. Heute ist das Verspeisen von ausgedienten Zirkus- und Zoobären verboten. Ausnahmen gibt es jedoch noch in Sachsen-Anhalt, in Jeggeleben. Dort züchtet man Bären für den menschlichen Verzehr. Im Februar eines jeden Jahres ist das "große Fressen" angesagt. Die zuständigen Behörden sind nicht in der Lage, das zu verbieten. Gehörte der Bär doch mal zum jagbaren Wild. Vor weit über 100 Jahren!
Nun bietet doch tatsächlich die Kreisvolkshochschule Verden einen Kochkurs "mit Wildrahmsuppe aus Elchfleisch und als Hauptgericht einen super leckeren Bärenbraten mit Beilagen und Gemüse" an. Die Lehrmeisterin und Vorköchin wird von der Kreisvolkshochschule als "Outfitterin in Kanada" vorgestellt. Als Beilage werden von ihr außerdem Dias aus British Columbia-Canada, einem beliebten Bärenjagdgebiet, serviert. Dort kann man eben auch locker seinen Jagdurlaub buchen. Jagderfolg wird garantiert. Ob die Dame das Bärenfleisch aus Kanada mitbringt oder ob sie das in Deutschland besorgt, ist uns unbekannt. Eine Frage bleibt jedoch offen: Weshalb lehrt man das Verarbeiten von Bärenfleisch, wenn es doch offiziell kein Bärenfleisch in Deutschland für die interessierte Hausfrau gibt? Oder hat die Dozentin Birgit Krüger einen heißen Tipp? Oder versucht sie mit ihren Dias neue Freunde für die Bärenjagd zu gewinnen? Dann kann man sich nämlich das Fleisch für den nächsten Braten mitbringen. Der letzte Satz in dem Angebot der Kreisvolkshochschule Verden heißt: "Lassen Sie sich überraschen und inspirieren!"
Überrascht sind wir und entsetzt zugleich. Lesen Sie dazu auf unserer Seite unter "Bären" alles über Bärenmissbräuche. Dort informieren wir u. a. über die Trophäenjagd. Denn etwas anderes ist es nicht. Niemand ist heute auf ein Pelzmäntelchen aus Tierfell angewiesen. Es gibt wärmende Alternativen.
Falls Sie der Kreisvolkshochschule Ihren Unmut mitteilen wollen, hier die Adresse: KVHS Verden, Artilleriestr. 8, 27283 Verden
Quelle: www.baerenpark.de
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