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Lothar Tietge - Stadtrat und Alterspräsident in Magdeburg

 

Am 07.06.2009 wählten die Magdeburger Bürger/innen unseren Lothar Tietge in den Stadtrat der Landeshauptstadt.

 

Persönliches

 

 

geb. am: 04.10.1934
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Dipl.-Ingenieur-Ök.

Ausschüsse des Stadtrats

 

- Mitglied im Gesundheits- und Sozialausschuss

Städtische Gesellschaften/Gesellschaften mit städtischer Beteiligung

 

- Mitglied im Aufsichtsrat der Zoologischen Garten gGmbH
- Mitglied im Aufsichtsrat der Zentrum für Neurowissenschaften Innovation und Technologie GmbH
- Mitglied in der Gesellschafterversammlung der Gesellschaft für Wirtschaftsservice Magdeburg GmbH
- Mitglied in der Gesellschafterversammlung der AQB
- Mitglied in der Gesellschafterversammlung der GISE

 

Sachkundiger Einwohner

- LV Josef Fassl: Ausschuss für Umwelt und Energie

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21.12.2009: Tomate auf Siegeszug durch Speisekarten?

 

Rückschläge und Rückendeckung: Idee eines fleischlosen Tages spaltet die Bevölkerung / Initiative gibt mit neuem Logo die Richtung vor Bericht von Jana Wiehe, Volksstimme Magdeburg

 

                                                                   => lesen Sie bitte hier weiter...
 

 

07.11.2009: Neue Erfahrung für Magdeburger Jäger

 

"Eine Ratsmehrheit hat den Arzt Dr. Dirk Schulz bis 2014 im Amt des Kreisjägermeisters bestätigt. Der Beschluss erging bei nur einer Gegenstimme von Lothar Tietge, dem Abgeordneten der Tierschutzpartei. Schulz ist seit 1972 Mitglied der Kreisjägerschaft Magdeburg. Bereits seit 1991 fungiert er im Ehrenamt als Kreisjägermeister. Zu seinen Aufgaben gehört die Durchsetzung der " Grundsätze deutscher Weidgerechtigkeit " und der Hege nach dem Bundesjagdgesetz. Er übernimmt den Vorsitz der Prüfungskommission zur Jägerprüfung."

 

Quelle: Magdeburger Volksstimme vom 07.11.2009

 

Anm.: Eine ganz neue Erfahrung für die Herren mit dem tödlichen Hobby... Wenn auch die eine Gegenstimme von manch einem noch belächelt wird, sie ist ein Vorgeschmack auf kommende Zeiten, in denen die Vernunft Einzug in die Köpfe der Menschen hält.

 

 

10/2009: Die Diskussion um einen Vegetariertag in Magdeburg hält an

 

Mit der Einführung einer neuen deutschlandweiten Sensation, nämlich eines Vegetariertages, wäre Magdeburg in Deutschland und über die Ländergrenzen hinaus zum Nulltarif bekannt geworden. Ich bedaure sehr, dass die Liberalen den Antrag in 5 (!!!) Ratsausschüsse stecken möchten und sich somit 35 (!) Stadträte mit diesem Antrag beschäftigen müssen. Das kommt schon fast einer Blockade des Antrags gleich...

 

Besonderen Dank möchte ich Herrn Korthäuer (Direktor Maritim Hotel Magdeburg) aussprechen, der als Erster meinen Wunsch umsetzte und nun jeden Donnerstag zusätzlich eine Vegi-Karte im Martitim Hotel anbietet.

 

Lothar Tietge

Stadtrat SPD-Tierschutzpartei-future!"

 

Quelle: Volksstimme, Lokalausgabe Magdeburg

 

 

23.09.2009: Volksstimme berichtet: Fleischlos in Magdeburg

 

Auf Betreiben der Partei Mensch Umwelt Tierschutz wurde von der Magdeburger Fraktion „SPD-Tierschutzpartei-future“ beschlossen, einen Antrag auf Einführung eines „Vegi-Tages“ nach dem Vorbild von Gent (Belgien) zu stellen. Wenn der Stadtrat von Magdeburg diesem Antrag zustimmt, könnte der erste „Vegi-Tag“ bereits der 29. Oktober 2009 sein.

 

Die Stadt Gent beschloss im Mai dieses Jahres als erste Stadt der Welt, einen offiziellen fleischlosen Wochentag einzuführen.

 

Das Beispiel Magdeburg wird den Menschen im In- und Ausland eine wichtige Botschaft übermitteln, in deren Mittelpunkt der Gedanke steht, dass die Hinwendung zur vegetarischen Lebensweise viele positive Auswirkungen hat: Die Anzahl der vom Menschen ausgebeuteten „Nutz“tiere wird drastisch verringert, was wiederum günstige Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt hat. Und die Bewohner der „Dritten Welt“ werden wieder zu Selbstversorgern, weil sie ihre Ackerflächen für sich selbst nutzen können, anstatt sie notgedrungen den Industrieländern für den Anbau von Masttier-Futter zur Verfügung zu stellen. Nicht zuletzt dient die Ernährungsumstellung „weg vom Fleisch“ auch der eigenen Gesundheit - zweifellos ein wertvoller Beitrag zur finanziellen Entlastung des Gesundheitswesens!

 

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist überzeugt: Die Signale in Magdeburg stehen auf  Erfolg - die Stadt kann durch Vermittlung des Oberbürgermeisters Dr. Trümper von den Genter Erfahrungen profitieren, die Gastronomie will mitziehen, und nicht zuletzt findet das neue Konzept Interesse in der Bevölkerung.

 

Der „vegetarische Plan“ wird behutsam begonnen, um die Menschen dort abzuholen, wo sie bezüglich ihres Essverhaltens stehen.

 

Hier der Volksstimme-Bericht:


http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokalausgaben/magdeburg/magdeburg/?em_cnt=1497647

 

 

04.07.2009: Der Ratsälteste übt Generalkritik...

 

Es ist gute Tradition, dass das an Jahren älteste Mitglied eines Stadtrates die neue Legislatur eröffnen darf. Häufig genug belassen es die jeweiligen Abgeordneten bei feierlichen Wünschen auf eine fruchtbare Amtszeit – nicht so Lothar Tietge. Der Tierschutzparteiler, der mit 74 Jahren zum erstem Mal im Leben kommunalpolitisch mitmischt, konsternierte manches Altmitglied des Rates gleich zur Premiere mit heftiger Schimpfe. Als "Negativbeispiel" für die mangelhafte Bürgerfreundlichkeit des Stadtrates zitierte Tietge einen Passus aus der Hauptsatzung des Stadtrates, wonach es Bürgern nicht erlaubt ist, während ihrer regulären Fragestunde in jeder Ratssitzung ein Thema anzusprechen, das am gleichen Tag auf der Tagesordnung steht. Beispiel: Als der Rat jahrelang um den vorerst gescheiterten Tierheimneubau stritt, durfte jeweils an dem Tag, an dem ein Thema beraten wurde, kein Bürger dazu Fragen stellen. Die Anordnung hat ihren Grund in der Sorge, dass die Abgeordneten durch den massiven Vortrag von Einzelmeinungen unmittelbar vor Abstimmungen nicht mehr frei in ihrer Entscheidung wären.

 

"Unmöglich" findet Tietge diesen Umgang mit "mündigen Bürgern": "Das kann so nicht sein!" Trotz des lauter werdenden Geraunes im Saal legte Tietge nach: "Juristen ran! Schmeißt diesen Satz raus! Das ist nur ein kleiner Schritt, aber ein Anfang. Wir müssen bürgerfreundlicher werden, dann werden wir auch nicht mehr so schreckliche Wahlbeteiligungen erleben wie gerade zuletzt im Juni." Tietge, der sich der SPD-Fraktion angeschlossen hat, bekam nur ausgesprochen zögerlichen Beifall für seine Worte. Der Großteil des konservativen Lagers bedachte ihn gar gänzlich schweigend mit strafenden Blicken. Da hatte sozusagen mal "Otto Normal", am ersten Tag seiner Ratsmitarbeit noch ganz mit Blick von außen, auf die Pauke gehauen und dabei in den Ohren altgedienter Kommunalpolitiker lauter Misstöne erzeugt....

 

Quelle: Katja Tessnow, Volksstimme vom 04.07.2009

 

 

Kommentar: Viele positive Rückmeldungen gab es nach Veröffentlichung dieser Zeilen. Hier hat einmal jemand den Bürger/innen aus dem Herzen gesprochen, der selbst in diese Situation geraten war. Als Zoodirektor Kai Perret drei Tiger töten ließ, war es Lothar Tietge, der hierzu in der Einwohnerfragestunde vorsprechen wollte. Doch da der Stadtrat zu Beginn (um 14.00 Uhr) durch einen Eilantrag die Tötung als Tagesordnungspunkt aufnahm, war seinerzeit dem Bürger Tietge, der pünktlich zur Fragestunde um 17.00 Uhr ins Rathaus kam und von dem Eilantrag keine Kenntnis hatte, seine Anfrage verwehrt. Wie wird sich da ein Bürger fühlen, der z. B. aus Westerhüsen oder anderen Randgebieten Magdeburgs ins Rathaus fährt, um sein Problem zu erläutern, und dann erfährt, dass er sich den Weg hätte sparen können? Ist er weniger hartnäckig als Lothar Tietge, dann wird er sich vermutlich von der Politik nicht ernst genommen fühlen und künftig das Heer der Wahlverdrossenen vergrößern... 


 

22.06.2009: Konstituierende Sitzung der Fraktion in der V. Wahlperiode

 

Heute nahm ich ab 17.00 Uhr an der konstituierenden Sitzung der Fraktion in der V. Wahlperiode teil. Ich wurde einstimmig in die Fraktion aufgenommen, ebenso die beiden Stadträte der Partei future! - Die junge Alternative: Oliver Wendenkampf (vielen bekannt als Geschäftsführer des BUND) und Mirko Stage. Die Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future! wird somit die stärkste Fraktion im Stadtrat stellen.

 

 „Der Zusammenschluss erfolgt im Bewusstsein, bei der Entwicklung und Gestaltung unserer Stadt überwiegend übereinstimmende Ziele zu verfolgen. Dabei werden wir in allen Fragen der Stadtpolitik, der Organisation der Fraktionsarbeit und der Öffentlichkeitsarbeit demokratisch, solidarisch und transparent zusammen wirken", erklärte Hans-Dieter Bromberg, der einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden der Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future! gewählt wurde.

 

Ich werde als ältestes Mitglied des Stadtrates die konstituierende Sitzung des neuen Stadtrates eröffnen und werde mich entsprechend vorbereiten.

 

 

15.06.2009: Gemeinsame Pressemitteilung zur Bildung einer Fraktion

 

 

Am heutigen Vormittag unterzeichneten seitens der SPD-Stadtratsfraktion Beate Wübbenhorst, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion und Hans-Dieter Bromberg mit dem gewählten Stadtrat Lothar Tietge, Die Tierschutzpartei, und dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Josef Fassl, die Vereinbarung zur Bildung einer gemeinsamen Fraktion für die Dauer der 5. Wahlperiode des Magdeburger Stadtrates.

 

„Die geführten Gespräche haben uns überzeugt, dass eine gemeinsame Arbeit für uns alle bereichernd sein wird. Wir sind überzeugt, dass zu sozialen Fragestellungen und vor allem zum Thema Tierschutz gemeinsame Positionen entwickelt werden können und freuen uns auf eine erfolgreiche Arbeit in der Fraktion und im Stadtrat.", erklären die Beteiligten übereinstimmend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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