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28.03.2010: Primitiver Beitrag des Lokal-TV MDF1 zum Vegi-Tag oder: Jeder blamiert sich, so gut er kann

 

Es war abzusehen, dass nach dem Rückzug der Linken der Vegi-Tag auch im zweiten Anlauf im Stadtrat keine Mehrheit erhält. Schade drum, denn die Zustimmung des Stadtrats wäre der „i-Punkt“ gewesen, der auch in Gent erst den internationalen Erfolg der Aktion gebracht hat. Die Initiative „Vegi-Tag“ wird dennoch in der seit Okt. 2009 erfolgten Form weiter arbeiten und sich vergrößern. Bremen hat ihr bereits nachgeeifert und andere Städte stehen in den Startlöchern. Wenn einige Parteien noch ein paar Jahre benötigen, um den Zeitgeist zu erkennen, muss man ihnen diese Zeit eben geben.

 

Was jedoch sehr verwunderte, war der Vortrag der Frau Schumann (FDP). Sie mahnt Sachlichkeit an, die sie selbst und die „Schnitzel-Fraktion“ aus CDU, FDP und Linken jedoch vermissen lässt.

 

So fragt man sich, ob man einer FDP-Rätin wirklich erklären muss, dass unsere Bürger/innen für den Druck von Broschüren keine Erlaubnis von Stadträten benötigen. Auch muss man sich angesichts der Falschinformationen, die Frau Schumann, wie sie selbst zugab, als Lehrerin vermittelt - Vegetarier würden sich nur mit Süßspeisen und „Ölen“ ernähren – nicht über schlechte Pisa-Ergebnisse wundern. Zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes riet Frau Schumann, den Kühen Pillen zu verabreichen, statt den Fleischkonsum zu reduzieren, da habe sie sich im Internet schlau gemacht, und letztlich sollten sich die Initiatoren lieber um eine Verbesserung der Schlachttransporte kümmern. Richtig! Darum kämpft unsere Partei seit ihrer Gründung 1993, nur handelt es sich hierbei nicht um ein Thema für die Kommunalpolitik!

 

Domprediger Giselher Quast brachte es am 27.03. beim Gottesdienst für Mensch und Tier im Elbauenpark auf den Punkt: So solle eine CDU, die den Vegi-Antrag mit dem Gegenvorschlag eines „sexfreien Tages“ ins Lächerliche ziehen will, über ihr „C“ im Parteinamen nachdenken. (Ein Zusammenschnitt ist am 15.04.2010 um 18 Uhr im Offenen Kanal zu sehen.) Und auf die Entscheidung des Studierendenrates, sich an der Initiative mit eigenen Aktionen zu beteiligen, schwingt z. B. der Lokalsender MDF1 in offensichtlicher Unkenntnis des Wortlauts des Vegi-Antrags in seinem Internet-Blog http://www.mdf1.de/news.html die dicke Nazi-Keule - dem „Joker“ schlechthin – und wirft mit Dreck übelster Sorte um sich. Wenn nichts mehr „geht“, werden eben mal Studenten und Vegetarier mit Nazis gleichgesetzt – unsere jungen Menschen werden ihre eigenen Schlüsse ziehen…

 

Wer ist denn hier unsachlich?

 

Anm.: Die Antwort kam von "Würstchen": http://www.edition-flint.de/2010/03/30/von-wuerstchen/#more-3043

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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