Die Ausschreibung über die Verwahrung von Fundtieren und die Beseitigung von Tierkadavern sorgte im Stadtrat für Kritik. Allerdings zeigten sich
dessen Mitglieder auch erfreut über die Zusage der Hundepension "Am Spring" in Gröningen, die diese Aufgaben im Auftrag der Stadt durchführt,
sich in Staßfurt niederlassen zu wollen. Inhaber Thomas Rozanski hat schon erste Ideen für eine Hundepension am Silberfeld. Hier sollen zukünftig
auch die
Fundtiere abgeholt werden können, was Erleichterungen für die Tierhalter mit
sich bringt.
Voraussichtlich im Frühjahr werden die Staßfurter die Möglichkeit
haben, ihre entlaufenen Tiere direkt in der Stadt abzuholen. Dann will
Thomas
Rozanski, Inhaber der Hundepension "Am Spring" und von der Stadt mit dem Einfangen und Verwahren von Fundtieren betraut, eine Hundepension
am Silberfeld eröffnen. "Abhängig ist die Eröffnung von den Modalitäten zum Grundstückskauf und weiteren Genehmigungen", sagt Rozanski. Im
ehemaligen Kohlehandel in Staßfurt, einem Objekt, das der Unternehmer derzeit kauft, soll eine Hundepension entstehen. Hier werden unter anderem
die Tiere untergebracht, die Rozanski im Rahmen der Gefahrenabwehr für die Stadt einfängt und unterbringt. Außerdem soll es eine Hundepension
und ein Hundehotel geben, in dem die Vierbeiner eine Heimat auf Zeit finden sollen, wenn ihre Herrchen im Urlaub sind. In der Hundepension soll
nach Angaben von Rozanski ein Arbeitsplatz entstehen.
"Von Vorteil wird bei einer Niederlassung auch sein, dass sich das
Preis-Leistungsverhältnis verbessert", so der Unternehmer. Denn das
Einfangen
und Aufbewahren der Tiere koste Geld. Rozanski berechnet außerdem seine Arbeitszeit unter den Bedingungen einer besonderen Gefährdung.
"Schnell kann ein entrissener Hund mal zubeißen. Man weiß nie, welche Krankheiten die Tiere haben", sagt er. Besitzer ausgerissener Tiere hatten
zum Teil in der letzten Zeit die hohen Auslösegebühren für ein Tier und die habe. Der Unternehmer reagiert damit auf die Kritik, sich erst jetzt in
Staßfurt niederlassen zu wollen, obwohl er schon seit mehreren Jahren für
die Verwaltungsgemeinschaft arbeitet.
Rozanski geht aber nach den öffentlichen Diskussionen und zum Teil bisher
unbegründeten Unterstellungen auch auf die Staßfurter Tierschützer zu.
"Ich hoffe, dass seine Mitglieder einmal vorbeischauen, wenn die Pension in Staßfurt entsteht und man miteinander ins Gespräch kommt, um
Ungereimtheiten auszuräumen." Hoffnungen setzt Rozanski auch in die Vermittlungsversuche einer Staßfurter Bürgerin zwischen seiner Pension und
dem Tierschutzverein
Staßfurt und Umgebung. Oberbürgermeister René Zok will hier ebenfalls
vermittelnd eintreten.
Mitglieder des Tierschutzvereins zweifelten bisher immer Rozanskis
ordentliche Unterbringung der Tiere an, warfen ihm sogar vor, Fundtiere
umzubringen. 21 Mal in 24 Monaten musste sich die Hundepension Am Spring zum Teil unangemeldeten veterinärmedizinischen Kontrollen unterziehen.
"Dass hier einwandfreie Arbeit passiert, ist aktenkundig bei vielen Ämtern in Kommunen und Kreisen."



