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11.12.2009: Umstrittener Hundefänger soll Tierschutzaufgaben in Staßfurt übernehmen

 

Unter dem Titel "Neue Hundepension soll im Frühjahr in Staßfurt eröffnen - Thomas Rozanski hofft auf die konstruktive Zusammenarbeit mit den

Tierschützern" war am 11.12.2009 die traurige Tatsache nachzulesen, dass dem umstrittenen Unternehmer, der im Bördekreis im Auftrag einiger

Städte und Gemeinden Tiere einfängt und aufbewahrt, nun auch vom Staßfurter Stadtrat diese verantwortungsvollen Aufgaben übertragen werden

sollen. So schreibt die Volksstimme in Staßfurt unter anderem:

 

"... So müsse Rozanski genau Buch führen über Ein- und Ausgänge, über eine Tiertötung könne nicht er, sondern müsse in jedem Fall ein Tierarzt

entscheiden. Zurzeit ist der Unternehmer in verschiedenen Kommunen im Harz, in der Börde und im Salzland tätig. Seit kurzem darf er in

Sachsen-Anhalt den praktischen Teil des Wesentests mit als gefährlich eingestuften Hunden durchführen. Außerdem hat er sich als

Schädlingsbekämpfer qualifiziert und ist ausgebildeter Jäger. Rozanski ist zudem als Fachmann auch unterwegs, wenn alle anderen Formen von

Tierausbrüchen auftreten. So fing er schon einen Strauß auf dem Oscherslebener Markt ein oder holte Muffelwild von Bahnschienen. Rund 200

freilaufende Hunde im Jahr In Staßfurt muss Rozanski rund 200 ausgebüxte Hunde im Jahr einfangen. Meist melden sich ihre Besitzer erst lange Zeit

später, so seine Erfahrung. Auch die Kadaverbeseitigung gehört zu seinen Aufgaben. Allein 80 verendete Katzen habe Rozanski in diesem Jahr allein

in der Salzstadt aufsammeln müssen. Große Herausforderungen, so der Unternehmer, bringe das Kampfhundegesetz mit sich. Man müsse sich

Gedanken über die Verwahrung der Hunde machen, die nicht mehr bei ihren Herrchen bleiben könnten.

 

Die Ausschreibung über die Verwahrung von Fundtieren und die Beseitigung von Tierkadavern sorgte im Stadtrat für Kritik. Allerdings zeigten sich

dessen Mitglieder auch erfreut über die Zusage der Hundepension "Am Spring" in Gröningen, die diese Aufgaben im Auftrag der Stadt durchführt,

sich in Staßfurt niederlassen zu wollen. Inhaber Thomas Rozanski hat schon erste Ideen für eine Hundepension am Silberfeld. Hier sollen zukünftig

auch die Fundtiere abgeholt werden können, was Erleichterungen für die Tierhalter mit sich bringt.

Voraussichtlich im Frühjahr werden die Staßfurter die Möglichkeit haben, ihre entlaufenen Tiere direkt in der Stadt abzuholen. Dann will Thomas

Rozanski, Inhaber der Hundepension "Am Spring" und von der Stadt mit dem Einfangen und Verwahren von Fundtieren betraut, eine Hundepension

am Silberfeld eröffnen. "Abhängig ist die Eröffnung von den Modalitäten zum Grundstückskauf und weiteren Genehmigungen", sagt Rozanski. Im

ehemaligen Kohlehandel in Staßfurt, einem Objekt, das der Unternehmer derzeit kauft, soll eine Hundepension entstehen. Hier werden unter anderem

die Tiere untergebracht, die Rozanski im Rahmen der Gefahrenabwehr für die Stadt einfängt und unterbringt. Außerdem soll es eine Hundepension

und ein Hundehotel geben, in dem die Vierbeiner eine Heimat auf Zeit finden sollen, wenn ihre Herrchen im Urlaub sind. In der Hundepension soll

nach Angaben von Rozanski ein Arbeitsplatz entstehen.

"Von Vorteil wird bei einer Niederlassung auch sein, dass sich das Preis-Leistungsverhältnis verbessert", so der Unternehmer. Denn das Einfangen

und Aufbewahren der Tiere koste Geld. Rozanski berechnet außerdem seine Arbeitszeit unter den Bedingungen einer besonderen Gefährdung.

"Schnell kann ein entrissener Hund mal zubeißen. Man weiß nie, welche Krankheiten die Tiere haben", sagt er. Besitzer ausgerissener Tiere hatten

zum Teil in der letzten Zeit die hohen Auslösegebühren für ein Tier und die habe. Der Unternehmer reagiert damit auf die Kritik, sich erst jetzt in

Staßfurt niederlassen zu wollen, obwohl er schon seit mehreren Jahren für die Verwaltungsgemeinschaft arbeitet.

Rozanski geht aber nach den öffentlichen Diskussionen und zum Teil bisher unbegründeten Unterstellungen auch auf die Staßfurter Tierschützer zu.

"Ich hoffe, dass seine Mitglieder einmal vorbeischauen, wenn die Pension in Staßfurt entsteht und man miteinander ins Gespräch kommt, um

Ungereimtheiten auszuräumen." Hoffnungen setzt Rozanski auch in die Vermittlungsversuche einer Staßfurter Bürgerin zwischen seiner Pension und

dem Tierschutzverein Staßfurt und Umgebung. Oberbürgermeister René Zok will hier ebenfalls vermittelnd eintreten.

Mitglieder des Tierschutzvereins zweifelten bisher immer Rozanskis ordentliche Unterbringung der Tiere an, warfen ihm sogar vor, Fundtiere

umzubringen. 21 Mal in 24 Monaten musste sich die Hundepension Am Spring zum Teil unangemeldeten veterinärmedizinischen Kontrollen unterziehen.

"Dass hier einwandfreie Arbeit passiert, ist aktenkundig bei vielen Ämtern in Kommunen und Kreisen."


Quelle: Staßfurter Volksstimme vom 11.12.2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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