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Protest gegen Steuerwahnsinn
Nicht mit uns - NEIN zu Steuererhöhung und Mehrbelastung! Gemeinsam mit dem Verein "Bündnis für Tiere" und der Bürgerinitiative "Pro Tierheimneubau" haben wir unsere Protestaktion gegen die bevorstehende Erhöhung der Hundesteuer in Magdeburg gestartet.
Hier können Sie unsere Unterschriftenliste herunterladen. Wir benötigen die Listen bis spätestens am 04. Dezember 2006 in unserem Büro. Wir danken Ihnen für Ihre Hilfe!
Download (Aktion beendet)
Was meinen wir zur geplanten Steuererhöhung?
Das Stadtsäckel scheint wirklich leer zu sein: Ein schlauer Kopf hat wohl errechnet, dass mit sog. „Kampf“-hunden, deren Zugehörigkeit niemand in der Stadt so genau definieren kann, keine Reichtümer anzusammeln sind, da es einfach zu wenige davon gibt. Zum Glück sind da noch all die anderen Köter, deren Halter ihr Geld für Belanglosigkeiten wie Hundeschule, Tierarzt und Futter ausgeben. Da wird noch ein bisschen übrig sein - das nächste Prestige-Objekt der Stadt will gebaut werden, solange es kein Tierheim ist.
Die Heime umliegender Kommunen sind ganz versessen darauf, für ein paar Taler der armen Landeshauptstadt die ungeliebten Vierbeiner abzunehmen, die unweigerlich auf der Strecke bleiben werden, wenn tierliebe, aber einkommensschwache Bürger die lästigen Hundehaufen-Produzierer nicht mehr ernähren können. Dank der Landesregierung kommen bald jede Menge sog. „Kampf“-hunde in die Heime, da fallen die Magdeburger Tiere nicht weiter auf. Je enger, desto kuscheliger! Vor allem im Winter!
Wie wird nun die Steuererhöhung begründet? Es gab seit einigen Jahren keine. Wird also mal wieder Zeit. Vor allem der Zweithund muss mit einer Steigerung um satte 100 % bestraft werden! Im Vergleich sei man eher im unteren Bereich angesiedelt. Super-Argument! Dass man aber z. B. in Burg durch Nachweis einer Begleithundeprüfung eine Steuerermäßigung um 50 % erhält, findet Frau Daniel nicht erwähnenswert!
Den Mehrerlös von 385.000,- €, auf den die Dame hofft, hat sie sich schön gerechnet. Dass die Stadt vermehrt für herrenlose Tiere sorgen muss, kann sie sich kaum vorstellen. Glaubt Frau Daniel, die angeblich 3.000 schwarz gehaltenen Hunde werden durch eine Steuererhöhung angemeldet? Das rechnet sich! Zum Glück sollen Härteregelungen eingebaut werden. Schön. Jagdhunde darf man zum ermäßigten Steuersatz halten. Frage: Meint man bestimmte Rassen, die unter dem Begriff „Jagdhund“ bekannt sind? Werden also Halter von Dackeln, Münsterländern, Viszlas etc. verschont? Oder meint man die Hunde von Jägern? Der Bevölkerungsgruppe also, die die Vierbeiner abrichten, um ihnen bei ihrem Tod bringenden Handwerk zu helfen. Diese Steuerverschonung erklären Sie mal einem Durchschnittsbürger, Frau Daniel! Dass die Jagd genau wie das Tragen von Pelzen von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird, scheint in Magdeburg/Hinterm Mond gleich rechts noch nicht erkannt worden zu sein.
Wir rufen auf zur Kundgebung vor der Stadtratssitzung im Dezember! Wem da das Wetter wieder nicht passt, darf künftig nicht mitjammern, wenn es um das Thema Steuerbelastung geht!
Bettina Fassl
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