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31.05.2009: Wahlinformationsstand

 

 

„Pünktlich, wie in der Presse angekündigt, eröffnete die Partei MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ ihren Wahlwerbestand am Pfingstsonntag um 14.30 Uhr im „Vogelgesang“ vor dem Eingang des Magdeburger Zoos. Der Werbeaufsteller war noch nicht einmal in die günstigste Position gebracht, als ein Zoomitarbeiter erschien und fragte, was wir denn dort machen und ob wir denn überhaupt eine Genehmigung hätten und alles mit dem Zoodirektor abgesprochen sei. Wir legten die Genehmigung der zuständigen Behörde, des Tiefbauamtes der Stadt Magdeburg, vor. Ungläubig wurde diese in Augenschein genommen, wohl auch vor dem hintergründigen Gedanken, dass Tierschutz und Zoo nicht in allen Punkten in Einklang zu bringen sind. So hatten wir den Eindruck, vor Ort eher unerwünscht zu sein. Dennoch wünschte uns der Zoomitarbeiter Erfolg und nahm zu Informationszwecken noch einen Flyer der Tierschutzpartei mit.

 

Die Zoobesucher strömten an diesem herrlichen Sommertag in Massen und viele zeigten sich interessiert an unserem Informationsmaterial. So wurden die Flyer nicht nur verteilt, sondern wir kamen mit vielen Menschen ins Gespräch.

 

Nach ca. einer Stunde erschien vor dem Zooeingang ein Pärchen - Mann und Frau mittleren Alters. Es sah zunächst so aus, als warteten die Leute noch auf Bekannte oder Angehörige, um dann gemeinsam den Zoo zu besuchen. Es war wohl aber doch anders und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hierbei um gezielte Beobachtung unseres Wahlwerbestandes handelte… Das Pärchen noch im Blick, erschien ein bekanntes Fahrzeug mit Zooaufschrift und der Zoodirektor stieg aus. Mit mürrischem Gesicht steuerte er unseren Stand an und begrüßte den Vorsitzenden unseres Landesverbandes, erregte sich, dass er auf Grund einer E-Mail-Nachricht extra „anreisen“ musste, um zu schauen, was auf dem „Privatgelände des Zoos“ laufe und er nicht einmal wusste, welche Partei sich auf dem „privaten Grundstück“, zu dem die Straße vor dem Zooeingang gehöre, aufgebaut habe. (Frage: wenn er eine E-Mail erhalten hat, musste deren Absender des Schreibens kundig gewesen sein. Wer schreiben gelernt hat, kann doch aber sicher auch lesen und hat gewiss mitgeteilt, welche Partei da vor dem Eingang des Zoos ihr „Unwesen“ treibt).

 

Die Frage nach der behördlichen Genehmigung war schnell geklärt. Der Zoodirektor beruhigte sich und erklärte, er habe nichts gegen unseren Stand, hätte nur gern im Vorfeld eine Information darüber gehabt. Er verabschiedete sich und wünschte der Tierschutzpartei viel Erfolg. Diesen guten Wunsch nehmen wir im Hinblick auf die am 07. Juni 2009 stattfindende Kommunal- und Europawahl gern entgegen.

 

Nun der nächste „Wahlkampf“ kommt bestimmt. Im „Vogelgesang“ gibt es vielleicht dann noch einen günstigeren Standort, doch sind wir der Meinung, das Tiefbauamt ist sich durchaus im Klaren, welche Flächen der Stadt gehören.

 

Ach, und noch eine abschließende Bemerkung: Nachdem der Zoodirektor wieder in sein Fahrzeug gestiegen war und den Ort des Geschehens verlassen hatte, verschwand auch das ominöse Pärchen. Allerdings nicht Zoo einwärts!“

 

Dass Wahlwerbestände nicht immer gern gesehen sind, musste auch eine andere Partei auf dem Gelände eines Einkaufszentrums in der Gr. Diesdorfer Straße erfahren. Sie stand auf dem Privatgelände eines Eigentümers und wurde von diesem sogar des Grundstücks verwiesen.

 

Mirjam El. Karl-Sy"

 

 

 

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