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Erklärung der Partei Mensch Umwelt Tierschutz/Die Tierschutzpartei

zum Welttierschutztag am 04. Oktober 2007

 

Der diesjährige Welttierschutztag bietet wiederum Anlass, gravierende Verschlechterungen im Bereich

Tierschutz/Tierrecht zu beklagen! Seit Beginn der Ära Seehofer erfolgte leider ein Rückschritt nach dem

anderen. So stellt die Rückkehr zur Käfighaltung von Legehennen unter dem Deckmantel der so

genannten ausgestalteten Kleinvoliere eine üble Täuschung dar, die suggerieren soll, dass die Hennen

ihre arteigenen Bedürfnisse bis hin zum Fliegen befriedigen können. Die Wahrheit ist, dass die

bedauernswerten Tiere ihr Dasein nach wie vor eng gedrängt hinter Gitterstäben fristen müssen.

 

Damit nicht genug, soll nun auch noch unter dem Deckmantel  „H5N1-Vorsorge“ der Freilandhaltung von

Federtieren der entscheidende Todesstoß versetzt werden. Per Eilverordnung ist beabsichtigt, die

Stallpflicht für unabsehbare Zeit vorzuschreiben. Mit Recht wird dagegen Sturm gelaufen. Es muss

verhindert werden, dass die Politik als langer Arm der Hühnerbarone diese lebensverachtende

Entscheidung in die Tat umsetzt!

 

Ein weiterer Rückschritt erfolgte durch den Beschluss des EU-Ministerrates für Landwirtschaft und Fischerei

unter der Präsidentschaft Deutschlands zur Haltungsverordnung für Masthühner. Es wurde - gegen den

wissenschaftlichen Rat der EU-Veterinärexperten, die eine Besatzdichte von maximal 15 Tieren pro

Quadratmeter empfohlen hatten - beschlossen, zukünftig bis zu 26 „Masthühner“ (das entspricht bis zu

42 Kilogramm pro Quadratmeter statt des festgeschriebenen Grundwertes von 33 Kilogramm pro

Quadratmeter) in die dunklen, strukturlosen Mega-Ställe einzupferchen.

 

Gerade an diesen Beispielen zeigt sich deutlich, dass das Landwirtschaftsministerium mit Horst Seehofer

an der Spitze keine Gelegenheit auslässt, die unter der rot-grünen Regierung begonnenen Ansätze zur

Verbesserung des Tierschutzes zurückzufahren.

 

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – sieht sich durch diese skandalösen und

tierfeindlichen Beschlüsse und Vorhaben unserer Regierung verpflichtet, die Bevölkerung verstärkt über

die derzeitige desolate Tierschutz- und Agrarpolitik aufzuklären.

 

Ungeachtet der Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz, ist Deutschland zum Schlusslicht im Umgang

insbesondere mit den so genannten Nutztieren geworden – ein Armutszeugnis sonder-gleichen, auf das es

nur eine Antwort geben kann: Da Minister Seehofer unfähig oder nicht willens ist, dem Wunsch der Mehrheit

der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes nach einem ethisch vertretbaren Tierschutz nachzukommen,

sollte er umgehend seinen Posten zur Verfügung stellen.

 

 

Stefan Bernhard Eck            Margret Giese

(Bundesvorsitzender)           (1. stellv. Bundesvorsitzende)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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