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Gentechnik

 

 

Wir halten die Gentechnik für ein zu hohes Risiko und lehnen sie daher ab.

 

Wir fordern:

- Verbot jeglicher Eingriffe in das Erbgut von Menschen, Tieren und Pflanzen,

- Verbot der wirtschaftlichen Nutzung von Gentechnik,

- Verbot der Freisetzung gentechnisch manipulierter Organismen,

- die lückenlose Kennzeichnung aller gehandelten Nahrungsmittel, die genmanipulierte Substanzen enthalten,

- verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt statt „Reparatur“ von Schäden

- gesundheitsorientierte Lebensbedingungen und Ernährung statt gentechnischer Methoden zur Krankheitsbekämpfung,

- eine naturverträgliche Landwirtschaft statt der überflüssigen Produktionssteigerung durch gentechnische Manipulation.

 

Die Gentechnik bedeutet einen radikalen Eingriff in natürliche Gegebenheiten und ist, entgegen anderslautenden Behauptungen interessierter Kreise, keinesfalls vergleichbar mit den Veränderungen, die der Mensch langsam und über lange Zeitspannen hinweg vorgenommen hat.

 

 

 

Zur Situation in unserem Bundesland:

 

 

Am 22.04.2008 meldet die Volksstimme: "Kriminell"


Sie haben mit Hacken ein Feld "befreit" und die Menschheit vor den Gefahren schrecklicher neuer Technologien "beschützt". Sie haben die Genbank in Gatersleben vor "Verunreinigung" bewahrt. Das tun sie aus Überzeugung und nehmen dafür auch Strafen in Kauf. Helden eben.

Jahrelang haben Wissenschaftler des Leibniz-Institutes in Gatersleben, unterstützt mit öffentlichen Geldern, geforscht, um Weizen mit Hilfe von zusätzlichen Erbinformationen aus Gerste und Ackerbohne zu einer höheren Eiweißproduktion zu animieren. Nun sollte das zweite und letzte Jahr im Freiland erprobt werden, ob der Weizen unter freiem Himmel hält, was er im Gewächshaus versprach. Verwertbare Forschungsergebnisse sind nun wohl nicht mehr möglich. Die "Feldbefreier" haben die Arbeit der Wissenschaftler und unsere Steuergelder einfach weggehackt. Das ist kein Heldentum, das ist kriminell. Die Strafe sollte auf dem Fuße folgen.

 

Quelle: Volksstimme, Bettina Koch, vom 22.04.2008,
 

 

 

Freilandversuche in Gatersleben hätten nicht genehmigt werden dürfen. Es war nicht sichergestellt, dass veränderte Pflanzen in den Natur- und Nahrungskreislauf gelangen. Die Auswirkungen einer derartigen Ansteckung sind nicht übersehbar und nicht umkehrbar. Übernehmen die Forscher, die sich auf die Wissenschaftsfreiheit berufen, hierfür die Haftung? Werden hier nicht unter dem Deckmantel der Wissenschaft die Interessen von Großkonzernen durchgesetzt, die sich mit Patenten unsere Lebensgrundlagen aneignen?

 

Genauso einfach wie die Zerstörer der Pflanzen hätten andere Personen auf das Feld gelangen können, um die Pflanzen z. B. zu stehlen, um selbst mit ihnen weiterzuzüchten. 

  

LV Sachsen-Anhalt am 02.05.2008 

 

Stellungnahme zum Vorschlag, Magdeburg zur gentechnikfreien Zone zu erklären

Segen und Fluch einer neuen Technik sollten kritisch geprüft werden. Sicher lassen sich die Folgen des Fluchs zumeist verringern. Die "Menschen", die den Fluch für ihre egoistischen Ziele rücksichtslos nutzen, können jedoch oft nicht gesteuert bzw. beherrscht werden. Diese unsere Auffassung ist Grundlage dafür, dass wir uns vehement für gentechnikfreie Zonen - auch in Magdeburg - einsetzen. Im Gegensatz zur ausführlichen Darlegung der gegenteiligen Auffassung des Stadtrates des Bundes für Magdeburg in der Magdeburger "Volksstimme" kommt in diesem Printmedium an keiner Stelle zum Ausdruck, dass die Tierschutzpartei den oben genannten Standpunkt vertritt. Nun werden wir künftig alles tun, um uns diesbezüglich zu artikulieren.

 

 

Peter Barczik am 11.07.2005

Vorsitzender des LV Sachsen-Anhalt

 

29. April 2005: Land geht mit Verfassungsklage gegen Gentechnikgesetz vor

 

Sachsen-Anhalts CDU/FDP-Regierung will ein zweites Bundesgesetz per Verfassungsklage kippen: Auf die Ankündigung, gegen das Gesetz zum Handel mit Luftverschmutzungsrechten in Karlsruhe zu klagen, folgte nun die Mitteilung, im April gegen das erste Gentechnikgesetz vorzugehen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium indes sieht eine Verfassungsklage gelassen. "Alle unsere Rechtsauffassungen sind von der EU-Kommission bestätigt worden", sagte ein Sprecher gestern. Umstritten bei den Landwirten ist besonders die umfassende Haftung für gentechnische Verunreinigungen herkömmlich bestellter Felder durch Pollenflug. Sachsen-Anhalt sieht sich als Vorreiter der Biotechnologie in Deutschland. Besonders das Wirtschaftsministerium hat sich zum Sprecher für eine ungehinderte Genforschung gemacht. Unterdessen wird in Deutschland in diesem Jahr deutlich mehr genveränderter Mais angebaut als beim ersten Großversuch 2004. Nach Angaben des koordinierenden Vereins InnoPlanta haben etwa 50 Landwirte und Institutionen für den neuen Erprobungsanbau 1000 Hektar Fläche angemeldet. Die gut 100 Standorte befinden sich in 10 Ländern, vor allem in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Bayern. Der Genmais ist gegen den Maiszünsler, ein Insekt, resistent.

 

Quelle: Magdeburger Volksstimme 

 

 

Genfood? - nein danke                                                                        

Argumente gegen Genfood

 

Gegen die "Grüne Gentechnik", also den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in Landwirtschaft und Lebensmitteln, gibt es viele gute Gründe:

 

1. Bisher ist die genaue Wirkung der Mechanismen, mit denen bei Pflanzen und Tieren das Erbgut verändert wird, unklar und z. Tl.  unbekannt. Immer wieder tauchen bei Gen-Pflanzen unerwartete, nicht erklärbare Eigenschaften auf.

 

2. Unbekannt ist, wie sich freigesetzte GVO langfristig auf die Umwelt auswirken. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass mit dem Austausch von Erbmaterial mit zunehmenden Resistenzen, Superunkräutern und Artenrückgang zu rechnen ist.

 

3. Es ist nicht geklärt, wie sich der Verzehr von GVO langfristig auf die menschliche Gesundheit auswirkt. Es gibt bereits allergieauslösende Gen-Pflanzen.

 

4. Besonders bedenklich sind Antibiotikaresistenzen, die in fast alle bisher entwickelten Gen-Pflanzen eingebaut wurden. Sie können auf Bakterien übergehen und resistente Keime hervorbringen.

 

5. Sind GVO einmal ausgebracht, lassen sie sich nur mit extrem großem Aufwand wieder zurückholen und das auch nicht vollständig.

 

6. Die Wahlfreiheit der Verbraucher ist schon bei einem geringen Ausmaß des Genanbaus gefährdet, weil Pollenflug, Verunreinigungen im Saatgut und andere Übertragungswege einen gentechnikfreien Anbau gleichartiger Pflanzen erheblich erschweren oder unmöglich machen.

 

7. Der Bio-Anbau wird durch die Gen-Pflanzen komplett in Frage gestellt. Werden in Bio-Produkten nur Spuren von Gentechnik weit unterhalb der erlaubten Verunreinigungen gefunden, sind die Produkte nicht mehr "bio". Denn der Verbraucher erwartet hier Gentechnikfreiheit.

 

8. Die ab April 2004 geltende neue Kennzeichnungsregelung der EU hat immer noch Lücken. Fleisch, Milch, Käse und Eier von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden, müssen nicht gekennzeichnet werden. Ähnliches gilt für Enzyme, Aromen etc., die mit Hilfe gentechnisch manipulierter Mikroorganismen erzeugt wurden. Hier kann der Verbraucher nicht frei entscheiden, da er die Gentechnik nicht erkennen kann.

 

9. Die behaupteten wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile der grünen Gentechnik konnten bisher nicht belegt werden. Im Gegenteil: Es mehren sich

die Berichte von geringeren Erträgen, empfindlicheren Pflanzen und erhöhtem Pestizideinsatz.

 

 

Alles völlig harmlos?

 

Die Grüne Gentechnik sei sicher und ungefährlich, behaupten ihre Befürworter. Dabei sind die wenigsten Risiken gründlich erforscht. Hinweise auf Gefahren gibt es genug.

 

Artenvielfalt sinkt - Nützlinge sterben

Britische Risikostudien haben gezeigt, dass beim Anbau von herbizidresistenten Gen-Pflanzen die Zahl der Kräuter auf den Feldern drastisch zurückgeht. Auch die Vögel und Insekten, denen sie als Futter dienen, werden deutlich weniger. Als Vergleich dienten konventionell bewirtschaftete Flächen! Versuche in der Schweiz zeigen: Gen-Mais, der das Insektengift "Bt" produziert, tötet damit nicht nur Schädlinge, sondern mindestens genauso stark die nützlichen Insekten wie die Florfliegen, sobald sie sich über die vergifteten Schädlinge hermachen.

 

Unkräuter werden resistent - mehr Pestizide nötig

In den letzten 3 Jahren ist in den USA der Pestizidverbrauch auf Feldern deutlich gestiegen, auf denen herbizidresistente Gen-Pflanzen wachsen. Die Ursache: Auch die Unkräuter werden zunehmend resistent und müssen nun zusätzlich bekämpft werden. In Kanada breitet sich herbizidresistenter Gen-Raps in andere Felder aus und führt dort zu einem Unkrautproblem. Die Pflanzen sind inzwischen gegen zahlreiche Herbizide resistent und lassen sich kaum noch bekämpfen.

 

Verunreinigungen noch Jahre danach

Mexiko hat seit 1998 den Anbau von Gen-Mais verboten. Dennoch wurde in alten Maissorten das Erbgut genmanipulierter Maispflanzen festgestellt. Als Ursache gelten verunreinigte Maislieferungen aus den USA und Auskreuzungen von versehentlich ausgesätem Gen-Mais.

 

500 Mio. Dollar Kosten wegen Allergiegefahr

In den USA wurde die nur als Futtermittel zugelassene Gen-Mais-Sorte StarLink auch in Lebensmitteln gefunden. Beim Menschen kann StarLink Allergien auslösen. Über 500 Millionen Dollar kostete das Einsammeln, Entschädigen und Vernichten der kontaminierten Lebensmittel und des noch vorhandenen Saatgutes. Das war im Jahr 2000. Seither wird StarLink-Mais nicht mehr angebaut. Dennoch fand das US-Landwirtschaftsministerium 2001 in 8,6 % aller Maisproben StarLink-Verunreinigungen. 2003 waren noch 1,2 % der Proben belastet.

 

Ungeklärter Tod von Rindern - Genkonzern zahlt

Bei einem der wenigen Landwirte Deutschlands, der Gen-Mais anbaute und auch an seine Kühe verfütterte, ist es in den vergangenen Jahren zu ungeklärten Todesfällen im Stall gekommen. Zwölf Tiere starben, weitere mussten geschlachtet werden. Nachdem andere Ursachen wie Infektionen ausgeschlossen werden konnten, sehen der Landwirt und Greenpeace im Gen-Mais die Ursache für das Tiersterben. Der Saatgutkonzern Syngenta zahlte den Schaden stillschweigend.

 

Genanbau nicht versicherbar - Risiken zu hoch

Die Konsequenzen aus diesen und anderen Fällen haben die großen Versicherungskonzerne längst gezogen. Sie weigern sich, das Risiko einer transgenen Verunreinigung oder von gesundheitlichen Schäden durch Genfood zu versichern. Sie halten dieses Risiko für unkalkulierbar.

 

Das Märchen von der Koexistenz

Die friedliche Koexistenz von Anbauern von Gen-Pflanzen und gentechnikfrei wirtschaftenden Landwirten wird es nicht geben, weil sich GVO nicht an Gesetze oder Verordnungen halten. Gen-Pflanzen geben ihr manipuliertes Erbgut weiter wie jede andere Pflanze auch: Mit Hilfe von Blütenstaub, der von Wind und Insekten zu anderen, gentechnikfreien Pflanzen der gleichen oder einer ähnlichen Art getragen wird. Samen von Gen-Pflanzen können über Jahre hinweg im Boden verborgen bleiben, bevor sie keimen. Sie können bei Ernte, Lagerung und Verarbeitung gleichartige, gentechnikfreie Produkte verunreinigen. Bio-Bauern sind von dieser Entwicklung besonders betroffen, denn sie müssen gentechnikfrei produzieren und können sich keinerlei GVO-Verunreinigungen leisten. Nötig wären Mindestabstände bis zu einigen Kilometern zu Nachbaräckern mit gleichen Kulturen, gentechnikfreie Schutzzonen mit mehr als 100 Quadratkilometer Fläche für Saatgutproduzenten, eine strikte Trennung der Warenströme sowie strenge Vorgaben für die Reinigung von Fahrzeugen, Lagern oder Mühlen. Entweder wird gentechnikfreie Landwirtschaft wirkungsvoll geschützt: Dann wird der Anbau von Gen-Pflanzen wirtschaftlich uninteressant. Oder die Auflagen sind so locker, dass Gen-Pflanzen ein rentables Geschäft werden können: Das wäre das Aus für eine gentechnikfreie Landwirtschaft.

 

 

Gentechnikfrei einkaufen

 

Wo ist Gentechnik drin?

Besonders Gen-Soja ist in vielen Lebensmittelzutaten und auch in Deutschland in verschiedensten Produkten eingesetzt: Pflanzliches Öl, pflanzliches Eiweiß, Lecithin, Vitamin E. Maisstärke kann aus Gen-Maiskörnern stammen. Greenpeace schätzt, dass 80 % aller Schweine aus Massentierhaltung mit Gen-Soja gefüttert werden. Zusatzstoffe wie Vitamine, Aromen oder Enzyme werden oft mit Hilfe gentechnisch manipulierter Mikroorganismen produziert.

 

Wie kann ich Gentechnik erkennen?

Ab dem 18.April 2004 gilt Eu-weit eine neue Kennzeichnungsregelung: Nun müssen alle Zutaten aufgeführt werden, die aus Gen-Pflanzen hergestellt wurden, auch wenn die GVO nicht mehr nachweisbar sind. Jedoch: Produkte von Tieren, die mit Gen-Tierfutter aufgezogen wurden, müssen nicht gekennzeichnet werden, ebenso wenig Zusatzstoffe, Aromen und Enzyme, die aus genmanipulierten Mikroorganismen hergestellt wurden. Erlaubt ist - ohne Kennzeichnung - eine Verunreinigung mit GVO bis 0,9 %. Untersuchungen der Lebensmittelbehörden haben gezeigt, dass etwa 10 % der in Frage kommenden Lebensmittel solche Verunreinigungen aufwiesen. Wird der Anbau in Europa genehmigt, steigt die Gefahr solcher Verunreinigungen drastisch und schnell an. Der Einsatz von Gentechnik in Bio-Lebensmitteln ist von der EU-Ökoverordnung ausnahmslos verboten. Das gilt auch für die wenigen erlaubten Zusatz- und Hilfsstoffe. Bio-Lebensmittel bieten daher die größtmögliche Sicherheit vor Genfood.

 

Die Umweltorganisation Greenpeace hat einen Einkaufsführer herausgegeben und listet darin für 450 Firmen und Marken auf, ob diese Zutaten oder Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen einsetzen oder nicht. Die Broschüre ist Teil einer seit Jahren laufenden Kampagne, die Druck auf die Konzerne ausüben und ihnen klarmachen soll, dass die Verbraucher kein Genfood wollen. Den Einkaufsratgeber gibt es kostenlos bei Greenpeace und in Reformhäusern und Bioläden.

 

Politik: Viele Davids gegen Goliath

 

Bei der Auseinandersetzung um Genfood in Europa geht es um viel Geld. Die Karten sind Ungleich verteilt: Einige große Konzerne mit vielen Unterstützern in Behörden und Parlamenten gegen die große Mehrheit der Verbraucher. Auf rund 60 Millionen Hektar werden weltweit Gen-Pflanzen angebaut. Der größte Teil des Saatguts - und die dazu passenden Pestizide - stammen von nur fünf Konzernen: Monsanto, Syngenta, Bayer, Dupont und Dow. Bisher war Genfood für die Konzerne noch nicht das große Geschäft. Insgesamt geben die Gentechnik-Konzerne mit 4,4 Milliarden Dollar jährlich mehr Geld für die Entwicklung aus, als sie mit ihrem Gen-Saatgut überhaupt einnehmen. Eine solche Geschäftspolitik macht nur Sinn, wenn man darauf baut, in kurzer Zeit den Weltmarkt zu beherrschen.

 

Gentechnikkonzerne und ihre Politiker

Im Kampf um "Grüne Gentechnik Ja oder Nein" ist das weitgehend noch gentechnikfreie Europa wichtig. Im Mai 2003 haben die USA bei der Welthandelsorganisation WTO gegen die EU geklagt, um den Markt in Europa für US-Genfood zu öffnen. Rund 300 Mio. Dollar jährlich gingen US-Firmen durch die ablehnende Haltung der EU verloren, argumentieren die USA. Für die WTO gelten Umwelt- und Gesundheitsargumente gegen Genfood als zu beseitigende Handelshindernisse. Auch beim Versuch, Gen-Pflanzen in Entwicklungsländern zu verbreiten, hilft den Saatgut-Konzernen die US-Regierung, die afrikanischen Staaten unverkäuflichen Gen-Mais als Nahrungsmittelhilfe unterschiebt. Die gegenseitige Sympathie ist erklärlich: US-Landwirtschaftsministerin Ann Veneman saß zuvor im Aufsichtsrat von Calgene, der Firma, die einst die Anti-Matsch-Tomate entwickelte und inzwischen zu Monsanto gehört. Das ganze US-Landwirtschaftsministerium sei voll von Ex-Angestellten der BiotechIndustrie. Unterstützung für die Gen-Konzerne kommt auch von der Landwirtschaftsabteilung der Weltbank, die personell eng mit der Lobby der Saatgut-Konzerne verflochten ist, meldete die unabhängige Nachrichtenagentur IPS.

 

Einkaufen ist Politik!

Die Auseinandersetzung um Genfood in Europa hat gezeigt, wie mächtig die Verbraucher sind, wenn sie bewusst einkaufen. Die großen Handels- und Lebensmittelkonzerne in Europa stehen generell der grünen Gentechnik positiv gegenüber, ein Großteil der Politiker in der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten zählt zu den Befürwortern der Gentechnik. Doch sie wissen, dass ein Produkt mit gekennzeichneten Gentech-Zutaten im Regal liegen bleibt. So erging es 1998 dem mit großem PR-Aufwand auf den Markt gebrachten Gen-Knabberriegel "Butterfinger" von Nestle. Auch das Einkaufsnetz von Greenpeace hat viel damit erreicht, den Markt transparent zu machen. Eine andere, ebenso wichtige Art der Politik ist die gemeinsame Aktion, mit der der BUND und die Initiative ATTAC, der Globalisierungsgegner, Druck auf die Welthandelsorganisation WTO machen.

 

Infos unter www.genfoodneindanke.de (hier gibt es auch Anti-Gentechnik-Buttons und Aufkleber) und www.keine-gentechnik.de

 

Quelle: Schrot & Korn 4/2004

 

 

                                                      

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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