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Für die Einführung des fleischfreien Donnerstags gibt es viele Gründe:  

 

  1. Die Tierwirtschaft setzt mit 18 % Emissionen mehr Treibhausgase frei als der gesamte Verkehr.

  1. Neben Ammoniak in der Tierwirtschaft werden die drei klimarelevantesten Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Stickoxid in unvorstellbar großer Menge erzeugt.

  1. Dies geschieht entweder direkt durch den Verdauungsprozess oder die Ausscheidungen der Milliarden Hühner, Puten, Schweine und Kühe, die Jahr für Jahr in der Intensivtierhaltung weltweit eingepfercht sind...

  1. ... oder indirekt durch die Produktionsprozesse und die Abholzung der Wälder für Weideflächen bzw. die 

        Anpflanzungen der Futtermittel. Allein von 1960 bis 1965 holzte man mehr als 25 % der Wälder Südamerikas ab,

        nur um Rinderherden Platz zu machen.

  1. Laut FAO ist die Tierwirtschaft an 37 % des weltweiten Methanausstoßes schuld, wobei zu bedenken ist, dass Methan 23 x klimarelevanter als Kohlenstoffdioxid ist.

  1. Zusammen mit seiner energieaufwendigen Produktion ist die Fleischproduktion für 65 % der vom Menschen verursachten Stickoxide (265 x

        klimaschädlicher als CO2) verantwortlich.

  1. Der FAO-Experte Dr. Henning Steinfeld meint, die „Tierzucht ist einer der größten Verantwortlichen für die heutigen Umweltprobleme.“

  1. Außerdem beansprucht die Tierzucht mit allen ihren Folgen heute bereits 30 % der gesamten Landoberfläche und ist auch für die Boden- und Wasserverschmutzung hauptverantwortlich.

  1. Das Verfüttern massiver Mengen an Getreide und Wasser an Tiere in der Intensivtierhaltung, sie dann zu töten und zu verarbeiten, zu transportieren

        und ihr Fleisch zu lagern, verbraucht extrem viel Energie.

  1. Eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Japan ermittelte des Weiteren, dass die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch soviel Emissionen wie eine Autofahrt von 250 km verbraucht.

  1. Neben der Klimaerwärmung birgt der steigende Fleischkonsum gesundheitliche Risiken. Mittlerweile sind über 60 %

        der deutschen Bevölkerung übergewichtig. Zu viel Fleisch erhöht den Cholesterinwert und ist ein Risikofaktor für

        manche Krebsarten, für Diabetes und krankhaftes Übergewicht.

  1. Laut neuester UNO-Studie hungern rund 923 Millionen Menschen - und dies bei einer Getreideernte von weltweit 1,57 Milliarden Tonnen (Wirtschaftsjahr 2006). Jedem der 6,6 Milliarden auf der Erde lebenden Menschen stünden 652 g Getreide pro Tag als Nahrung zur Verfügung. Doch jährlich werden

        weltweit 50 % der Getreideernte und 90 % der Sojaernte an "Nutz"-tiere verfüttert.

  1. Die Fleischindustrie verschmutzt nicht nur unsere Umwelt; sie nutzt auch jede Möglichkeit, soviel Fleisch so schnell, so billig und auf so wenig Raum wie möglich zu produzieren. Das führt zu tierquälerischen Bedingungen, unter denen Tiere leiden müssen.

  1. Ein Mastrind produziert im Schnitt 20 Kiligramm Dung pro Tag, was bei Betrieben mit 10.000 Tieren zu 200.000 kg

        Exkremente führt und dem organischen Abfall einer Stadt mit 110.000 Einwohnern entspricht. Die in der Intensiv-

        und Massentierhaltung anfallende Menge an Gülle belastet aber nicht nur

        das Grundwasser, sondern trägt auch maßgeblich zum Waldsterben bei.

 

  1. Es ist nichts weniger als schockierend, was zur Erzeugung von 300 Kilogramm Rindfleisch notwendig ist: 2.500

        Liter Treibstoff für Landrodung, Futtermittelanbau, Tiertransporte usw., 3,5 Tonnen Futtermittel wie Getreide

        oder Soja, 600.000 Liter Wasser für den Futtermittelanbau und 14.600 Liter Wasser für das jeweilige Einzeltier.

        Die ökologischen Belastungen betragen dadurch 3 Millionen Liter

        Kohlendioxid durch Verbrennung des Treibstoffes, 200.000 Liter Verdauungsgase der Tiere und 14,6 Tonnen Dung

        bzw. Gülle, die das Grundwasser verseucht.

 

  1. Mit einem Anteil von knapp ¾ des Gesamtverbrauchs beanspruche die Landwirtschaft am meisten Wasser, so das Fazit des WWF. Deutlich schlägt

        sich im Agrarsektor der hohe Fleischkonsum nieder: mehr als 50 Milliarden Kubikmeter Wasser finden allein in der

         Viehzucht Verwendung. Heute haben

        bereits rund 1,2 Milliarden Menschen kein ausreichend sauberes Trinkwasser!

 

  1. Im Schnitt isst jede/r Deutsche ein Kilogramm Fleisch pro Woche. Empfehlenswert sind 300 Gramm Fleisch pro Woche. Besser wäre natürlich der

        völlige Verzicht auf Fleisch. Die Verbraucherzentrale kritisierte indes das Schulessen in Sachsen-Anhalt als zu

        fleischlastig. Auch die Herzgesellschaft kritisierte den hohen Fleischkonsum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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