|
| |
-
Die Tierwirtschaft setzt mit 18 % Emissionen mehr Treibhausgase frei als
der gesamte Verkehr.
-
Neben Ammoniak in der Tierwirtschaft werden die drei klimarelevantesten
Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan und Stickoxid in unvorstellbar
großer Menge erzeugt.
-
Dies geschieht entweder direkt durch den Verdauungsprozess oder die
Ausscheidungen der Milliarden Hühner, Puten, Schweine und Kühe, die Jahr
für Jahr in der Intensivtierhaltung weltweit eingepfercht sind...
-
... oder indirekt durch die Produktionsprozesse und die Abholzung der Wälder
für Weideflächen bzw. die
Anpflanzungen der Futtermittel. Allein von 1960 bis 1965 holzte man mehr als
25 % der Wälder Südamerikas ab,
nur
um Rinderherden Platz zu machen.
-
Laut FAO ist die
Tierwirtschaft an 37 % des weltweiten Methanausstoßes schuld, wobei zu
bedenken ist, dass Methan 23 x klimarelevanter als Kohlenstoffdioxid ist.
-
Zusammen mit seiner energieaufwendigen Produktion ist die
Fleischproduktion für 65 % der vom Menschen verursachten Stickoxide (265 x
klimaschädlicher als CO2) verantwortlich.
-
Der FAO-Experte
Dr. Henning Steinfeld meint, die „Tierzucht ist einer der größten
Verantwortlichen für die heutigen Umweltprobleme.“
-
Außerdem
beansprucht die Tierzucht mit allen ihren Folgen heute bereits 30 % der
gesamten Landoberfläche und ist auch für die Boden- und
Wasserverschmutzung hauptverantwortlich.
-
Das Verfüttern massiver Mengen an Getreide und Wasser an Tiere in der
Intensivtierhaltung, sie dann zu töten und zu verarbeiten, zu
transportieren
und
ihr Fleisch zu lagern, verbraucht extrem viel Energie.
-
Eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Japan ermittelte des Weiteren,
dass die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch soviel Emissionen wie
eine Autofahrt von 250 km verbraucht.
-
Neben der Klimaerwärmung birgt der steigende Fleischkonsum gesundheitliche
Risiken. Mittlerweile sind über 60 %
der
deutschen Bevölkerung übergewichtig.
Zu viel Fleisch erhöht den Cholesterinwert und ist ein Risikofaktor für
manche
Krebsarten, für Diabetes und krankhaftes Übergewicht.
-
Laut neuester UNO-Studie hungern rund 923 Millionen Menschen - und dies
bei einer Getreideernte von weltweit 1,57 Milliarden Tonnen
(Wirtschaftsjahr 2006). Jedem der 6,6 Milliarden auf der Erde lebenden
Menschen stünden 652 g Getreide pro Tag als Nahrung zur Verfügung. Doch
jährlich werden
weltweit 50 % der Getreideernte und 90 % der Sojaernte an "Nutz"-tiere
verfüttert.
-
Die
Fleischindustrie verschmutzt nicht nur unsere Umwelt; sie nutzt auch jede
Möglichkeit, soviel Fleisch so schnell, so billig und auf so wenig Raum
wie möglich zu produzieren. Das führt zu tierquälerischen Bedingungen,
unter denen Tiere leiden müssen.
-
Ein Mastrind
produziert im Schnitt 20 Kiligramm Dung pro Tag, was bei Betrieben mit
10.000 Tieren zu 200.000 kg
Exkremente führt und dem organischen Abfall einer Stadt mit 110.000
Einwohnern entspricht. Die in der Intensiv-
und
Massentierhaltung anfallende Menge an Gülle belastet aber nicht nur
das Grundwasser, sondern trägt auch maßgeblich zum Waldsterben bei.
-
Es ist nichts weniger als schockierend,
was zur Erzeugung von 300 Kilogramm Rindfleisch notwendig ist: 2.500
Liter Treibstoff für Landrodung, Futtermittelanbau, Tiertransporte usw., 3,5
Tonnen Futtermittel wie Getreide
oder Soja, 600.000 Liter Wasser für den Futtermittelanbau und 14.600 Liter
Wasser für das jeweilige Einzeltier.
Die
ökologischen Belastungen betragen dadurch 3 Millionen Liter
Kohlendioxid durch Verbrennung des Treibstoffes, 200.000 Liter Verdauungsgase
der Tiere und 14,6 Tonnen Dung
bzw.
Gülle, die das Grundwasser verseucht.
-
Mit einem Anteil von knapp ¾ des
Gesamtverbrauchs beanspruche die
Landwirtschaft
am meisten Wasser, so das Fazit des WWF. Deutlich schlägt
sich im Agrarsektor der hohe Fleischkonsum nieder: mehr als 50 Milliarden
Kubikmeter Wasser finden allein in der
Viehzucht Verwendung. Heute haben
bereits
rund 1,2 Milliarden Menschen kein ausreichend sauberes Trinkwasser!
-
Im Schnitt isst jede/r Deutsche ein
Kilogramm Fleisch pro Woche. Empfehlenswert sind 300 Gramm Fleisch pro
Woche. Besser wäre natürlich der
völlige Verzicht auf Fleisch. Die Verbraucherzentrale kritisierte indes das
Schulessen in Sachsen-Anhalt als zu
fleischlastig. Auch die Herzgesellschaft
kritisierte den hohen Fleischkonsum.
| |

Zeitenwende
-
Die
Zeitschrift für
Mitglieder
___________________
Lothar Tietge, Stadt-
rat
in Magdeburg
___________________
Magdeburg is(s)t
vegetarisch
_________________
|