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Am 07.06.2009 wählten die Magdeburger Bürger/innen Lothar Tietge in den Stadtrat der Landeshauptstadt.

 

Persönliches

geb. am: 04.10.1934
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder
Beruf: Dipl.-Ingenieur-Ök.


Ausschüsse des Stadtrats

- Mitglied im Gesundheits- und Sozialausschuss


Städtische Gesellschaften/Gesellschaften mit städtischer Beteiligung

- Mitglied im Aufsichtsrat der Zoologischen Garten gGmbH
- Mitglied im Aufsichtsrat der Zentrum für Neurowissenschaften Innovation und Technologie GmbH
- Mitglied in der Gesellschafterversammlung der Gesellschaft für Wirtschaftsservice Magdeburg GmbH
- Mitglied in der Gesellschafterversammlung der AQB
- Mitglied in der Gesellschafterversammlung der GISE

 

Sachkundiger Einwohner

- LV Josef Fassl: Ausschuss für Umwelt und Energie

 


 

24.01.2012: Zum Parteiaustritt des Stadtrats Lothar Tietge

Wir bestätigen den Erhalt der Kündigung der Parteimitgliedschaft des Stadtrats Lothar Tietge vom 21.01.2012. In dem Kündigungsschreiben gibt er an, dass er trotz Ausscheidens aus der Partei, die den Sitz bei der Kommunalwahl 2009 mit ihren Gesamtstimmen erhalten hat, das Mandat behalten will. Herr Tietge hat keinerlei Gründe für seine Entscheidung angegeben. Eine Aussprache zur Lösung von Problemen war daher auch nicht möglich. Wir sind der Meinung, dass Herr Tietge mit dieser Einstellung das unserer Partei von den Wählerinnen und Wählern übertragene Mandat verletzt.

 

Der Parteiaustritt des Herrn Tietge kündigte sich leider seit geraumer Zeit in seinem Verhalten an und war wohl unvermeidbar. Zu offensichtlich war seit dem Landesparteitag im Herbst 2010, dass seine und die Interessen der Mitglieder unseres Landesverbandes zu weit voneinander entfernt waren und er sich nicht wirklich mit dem Grundsatzprogramm unserer Partei und dem Kommunalwahlprogramm für Magdeburg beschäftigte und identifizierte. Beispielhaft dafür, wie Herr Tietge die Interessen unserer Wähler/innen nicht wahrnahm, seien hier nur die monatelange Verschleppung des Antrags auf Einführung einer KatzenschutzVO, wie sie zunehmend in deutschen Städten umgesetzt und von den Magdeburger Tier-schutzvereinen - unterstützt von namhaften Organisationen wie Peta - gefordert wird, oder die Weigerung, eine simple Anfrage (!) nach dem Sachstand der Grundstückssuche für das neue Tierheim, das nach Ratsbeschluss aus 2006 im Zeitraum 2013/15 gebaut werden soll, zu stellen, genannt. Dass er die ge-planten monatlichen Bürgersprechstunden im Tierschutzzentrum – von uns mit seinem Einverständnis seinerzeit in der Presse angekündigt – nicht wahrnahm war dann auch keine Überraschung mehr.

 

Auch die in den ersten Monaten nach der Wahl mehrfach an Herrn Tietge herangetragene Bitte, über seine Aktivitäten in Stichworten zu berichten, um das deutschlandweit bestehende Interesse an einem Ratsherrn unserer Partei mit Informationen auf der Webseite zu bedienen und Tierschützer somit zunehmend für die Notwendigkeit der parteipolitischen Arbeit zu überzeugen, nahm er nicht wahr, so dass der Vorstand resignierte. Wäre nicht der Landesvorstand mit Mitteilungen zu aktuellen Themen an die Öffentlichkeit getreten, die Wähler/innen würden überhaupt nichts von unserer Arbeit und unseren Anliegen erfahren! Der Landesvorstand hatte es zunehmend schwer, den Äußerungen in einschlägigen Internetforen entgegenzuwirken, da nicht wirklich mit Fakten zur Tätigkeit des Herrn Tietge reagiert werden konnte.

 

Einer bevorstehenden Aussprache zu all den im Zusammenhang mit der Wahrnehmung des Mandats aufgestauten Problemen auf dem nächsten Landesparteitag im Februar 2012 kam der Stadtrat nun mit seinem Austritt zuvor, was wir gern billigen. Dass er aber darauf besteht, das Mandat zu behalten, ist eine Täuschung der Wähler/innen, die wir nicht akzeptieren können.

 

Wie Herrn Tietge bekannt ist, sind von den 4.926 Stimmen für unsere Partei zur Kommunalwahl 2009 auf ihn gerade einmal 672 entfallen, weil er im größten Wahlbereich angetreten ist. Rein prozentual gesehen lagen die Kandidaten Helge Schulze, WB 01, und Dieter Friese, WB 07, vor ihm. Auch ist ihm bekannt, dass die Stimmen nicht für die Person „Lothar Tietge“, sondern für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, WB 08, abgegeben wurden. Selbst wenn man das aber unterstellen würde, haben doch immerhin die übrigen 4.254 Wählerinnen und Wähler unserer anderen Kandidat/innen ein Recht darauf, dass ihr Wille durch einen Stadtrat bzw. einer Stadträtin DER Partei wahrgenommen wird, der sie ihr Vertrauen ausge-sprochen haben.

 

Wir fordern Lothar Tietge daher auf, unverzüglich das Mandat an einen Nachrücker aus unserer Partei zu übertragen, da er anderenfalls Wählerbetrug an zumindest diesen 4.254 Menschen begeht!

 

 

Der Vorstand des 

LV Sachsen-Anhalt

 

 

07.12.2011: Öffnung der Schulbezirke?! - Einladung zum Diskussionsforum für interessierte Eltern der Stadt Magdeburg

Weiterleitung des Stadtelternrates: Nach einem Beschluss des Stadtrates sollen in Magdeburg die Schuleinzugsbereiche aufgehoben werden. Die Verwaltung hat nunmehr einen Vorschlag zur Umsetzung des Beschlusses vorgelegt. Die Entscheidung darüber wird die Schulorganisation unserer Stadt verändern. Nutzen Sie Ihr Recht auf Information, diskutieren Sie mit!

 

Mittwoch, 07.12.2011, 19.00 Uhr, Altes Rathaus - Hansesaal

 

Als Gesprächspartner erwarten wir Herrn Jens Krüger, Leiter des Fachbereichs Schule und Sport der Landeshauptstadt Magdeburg, sowie Stadträte der Fraktionen/Mitglieder des Bildungsausschusses. Der Eintritt ist frei!

 

 

13.09.2011: Tierschutzvereine fordern Pflicht zur Kastration von freilebenden Katzen

Die drei Magdeburger Tierschutzvereine Bündnis für Tiere, Magdeburger Tierschutzverein und Gnadenhof "Katzeninsel" fordern in einer gemeinsamen Erklärung eine Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für alle Katzen, die nicht ausschließlich in Wohnungen gehalten werden. Die Vereine wollen die Stadträte aufklären, um dann einen Antrag auf Änderung der Gefahrenabwehrverordnung einzubringen.


In einer gemeinsamen Erklärung fordern die drei Magdeburger Tierschutzvereine eine Änderung der Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Magdeburg dahingehend, dass künftig Freigänger-Katzen (die nicht ausschließlich im Wohnraum gehalten werden) kastriert und ähnlich wie bei den Hunden gekennzeichnet werden müssen. Lothar Tietge von der Fraktion SPD-Tierschutz-future erklärt: "Wir wollen uns mit dem Thema in der Diskussion beschäftigen und später mit anderen Fraktionen einen Antrag zur Änderung der Gefahrenabwehrverordnung einbringen."


Dabei gehe es in erster Linie um das Wohl der Katzen und nicht darum, die Besitzer zu drangsalieren. Viele der Freigänger würden verwildern, sich vermehren und am Ende verhungern oder im Straßenverkehr ums Leben kommen. "Bisher haben sich die Tierschutzvereine darum gekümmert und versucht, die Vermehrung der freilaufenden Katzen durch Kastration mit Hilfe von Spendengeldern einzudämmen. Allerdings kann es so nicht weitergehen. Wir müssen das Übel endlich bei der Wurzel anpacken", erklärte gestern Josef Fassl gegenüber der Volksstimme. Es müsse eine Kennzeichnungspflicht geben, damit die Katzen dem Eigentümer zugeordnet werden können. Gleichzeitig sollten die Tiere natürlich vor dem ersten Freigang kastriert sein, so Fassl.

 

Die Kosten für eine Kastration betragen rund 78 Euro. Zurzeit müssen dies die Tierschutzvereine aufbringen und die Katzen dafür mühsam eingefangen werden. Würde es die Arbeit der Tierschutzvereine und die Kastrationen nicht geben, hätte die Stadt ein ernstes Katzen-Problem. Allein aus einem Katzenpaar können bei ungehinderter Vermehrung nach zwei Jahren fünf Katzen 20 Babys, nach drei Jahren 25 Katzen 100 Babys und im vierten Jahr die 125 Katzen rund 500 Babys bekommen, was insgesamt 625 Katzen ausmacht. "Das ist in Magdeburg ein großes Problem und die Stadt verlässt sich dabei zu sehr auf die ehrenamtlichen Helfer", erklärt der Vorsitzende des Bündnisses für Tiere.

 

Dabei hätten es andere Städte und Gemeinden bereits vorgemacht und die Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht in die Gefahrenabwehrverordnung mit aufgenommen. Dies werde in Paderborn seit 2008, in Delmenhorst, Salzgitter, Bad Dürrenberg, Hildesheim, Verden, Jülich und Arnsberg seit dem vergangenen Jahr so gehandhabt. Weitere Städte folgten dem Vorbild in diesem Jahr.

 

Die Tierschutzvereine haben auch schon konkrete Vorstellungen: So soll jeder Katzenbesitzer seinen Freigänger kastrieren und mit einem Chip durch den Tierarzt (rund 30 Euro) kennzeichnen lassen. Die Chipnummer soll an die zentrale Registration "Tasso" geschickt werden. Wird ein Tier gefunden, kann es anhand der Chipnummer dem Besitzer zugeordnet werden.

 

Ordnungsbeigeordneter Holger Platz zeigte sich offen für eine Diskussion: "Die muss dann natürlich aber auch bis zum Ende einschließlich der Sanktionen geführt werden." Ansonsten sei ohnehin eine Novellierung derGefahrenabwehrverordnung im Herbst dieses Jahres geplant

 

Quelle: Volksstimme Magdeburg vom 13.09.2011

http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/?em_cnt=436656&em_loc=8

 

 

08.09.2011: Tierschutzvereine schlagen Alarm - Katzenschutzverordnung gefordert!

Unser Magdeburger Abgeordneter Lothar Tietge bemüht sich derzeit, im Stadtrat und in der Verwaltung das Verständnis für die Erforderlichkeit der Einführung einer Kastrationspflicht für Katzen, wie sie zunehmend in deutschen Städten umgesetzt wird, zu wecken. Bislang ohne Erfolg. Man verlässt sich auf die Arbeit der Tierschutzvereine und ist nicht bereit, den Missstand vor dem Eintreten zu beheben. Um das Problem in den Griff zu bekommen, halten wir ein gemeinsames Handeln für geboten. So trafen sich am 08.09.2011 erstmals Vertreter/innen der drei Magdeburger Tierschutzvereine, die sich vor allem um Versorgung und tierärztliche Behandlung von Katzen kümmern, mit uns, um im Rahmen eines „Runden Tisches“  zu besprechen, wie eine Katzenschutzverordnung in der Stadt umzusetzen ist. Beteiligt waren:

 

1.Gudrun Müller, Vorsitzende des Magdeburger Tierschutzvereins e. V., Scharnhorstring 38, Magdeburg,

2.Josef Fassl, Vorsitzender des Bündnis für Tiere e. V., Haeckelstraße 10, Magdeburg, und

3.Petra Jentzsch-Trummer, Vorsitzende des Gnadenhofs „Katzeninsel“ e. V., Windmühlenstr. 70, Magdeburg.

 

Ergebnis dieses Treffens ist eine gemeinsame Erklärung, um Stadträte und Verwaltung zum Handeln zu bewegen.

Um das berechtigte Ansinnen der Tierschützer voran zu bringen, werden sich die Unterzeichnenden am 12.10.2011 um 18 Uhr erneut treffen und laden hierzu ausdrücklich Stadträte und Mitarbeiter der Verwaltung ein, um zusammen eine sinnvolle Lösung zu erarbeiten.

 

 

27.07.2011: Regenbecken wurde tödliche Falle für acht Rehe, Dachs und Füchse

Tierdramen an der Leichtathletikanlage in der MDCC-Arena. Mehrere der auf dem Gelände lebenden Rehe sind im dortigen Regenauffangbecken ertrunken. Nachdem sich das Bündnis für Tiere eingeschaltet hatte, wurde ein Zaun gezogen. Er wurde dieser Tage fertig. Jetzt drohe den auf dem Gelände mutmaßlich eingeschlossenen Tieren das Verdursten, warnen Tierschützer. Erst vor einigen Wochen habe man ein totes Rehkitz aus dem Wasser bergen müssen, berichtet Heidrun Kretschmer vom Magdeburger Bündnis für Tiere. Insgesamt mehr als ein halbes Dutzend der auf dem eingezäunten Gelände lebenden scheuen Wildtiere sei in das Regenbecken hineingerutscht. Die Tiere haben es offenbar nach dem Trinken die steile und nur mit Planen ausgestattete untere Böschung nicht hinaufgeschafft. Nach erschöpfenden Versuchen starben sie einen qualvollen Tod im Becken. Heidrun Kretschmer weiß auch von einem toten Fuchs, einem Marder und anderen Tieren, die leblos im Wasser schwammen. Insgesamt wurden ca. 15 ertrunkene Tiere gemeldet. Darunter sollen sich 8 Rehe, mehrere Füchse, ein Dachs, ein Marder befunden haben.

 

Diese Gefahr ist abgewendet. Ein Zaun wurde um die tödliche Falle gezogen. Trotzdem schlagen Heidrun Kretschmer und mit ihr Stadtrat Lothar Tietge vom Bündnis für Tiere weiterhin Alarm. Denn jetzt drohe, so sagen sie, den Rehen im mehrere Hektar großen Gelände eine andere tödliche Gefahr - die des Verdurstens. Die engagierte Tierschützerin hatte vor einigen Monaten sowohl das Gesundheits- und Veterinäramt als auch das für das Gelände zuständige Schul- und Sportamt über die Vorfälle am Regenauffangbecken informiert und Hilfe eingefordert. Wenn auch nach langer Zeit sei etwas geschehen, und das sei im Grunde auch erfreulich, sagt Heidrun Kretschmer. Aber: Obwohl sie andere, womöglich kostensparende Lösungen wie das Auslegen von Matten vorgeschlagen hatte, habe das Schul- und Verwaltungsamt eben diesen Zaun um das Becken gesetzt. 2,80 Meter hoch, ist er unüberwindbar für Rehe. Seit Montag voriger Woche steht er. Und seitdem drücken sich die Rehe an dem die Wasserstelle umgebenden Zaun die Nasen platt. Wie Kinder an der weihnachtlich geschmückten Schaufensterscheibe. Einen Ausweg aus dem Gelände haben sie nicht, eine andere Tränke auch nicht. Das riesige Areal war nach 2006 komplett eingezäunt worden, um die Anlagen vor zunehmendem Vandalismus zu schützen. Die in dem großzügigen Bewuchs lebenden Wildtiere wurden praktisch mit eingesperrt. Sie konnten weder rein noch raus. Auch Versuche, die Jägerschaft um Hilfe zu bitten, scheiterten.

 

Allerdings machten die Rehe aus der Not eine Tugend, glauben Mitarbeiter des Geländes. Die Tiere ließen sich dort nieder und gründeten auf dem unfreiwilligen Wohnsitz sogar Familien. Als traurigen Beweis dafür nimmt Heidrun Kretschmer die Tatsache, dass vor sechs Wochen ein totes Kitz aus dem Wasser gezogen wurde. Zum alltäglichen Bild jedenfalls gehören morgens äsende Rehe.

 

Das Gesundheits- und Veterinäramt bestätigte sowohl die Population als auch grundsätzlich die tierischen Todesfälle. Man habe sich nach Hinweisen der Sache natürlich angenommen, sagt Amtsleiter Dr. Eike Hennig auf Nachfrage. Jetzt aber sei die Falle beseitigt. Laut Frau Richter, stellvertretende Fachgebietsleiterin im Sportamt, wurden mehrere Varianten untersucht. "Aber wir haben uns für einen Zaun als wirksamste und kostengünstigste Maßnahme entschieden", erklärt sie gegenüber der Volksstimme. Allerdings hätte der Zaun ohnehin gebaut werden müssen, das sei Vorschrift. Auch Menschen hätten zu Schaden kommen können. Heidrun Kretschmer macht sich keine Illusionen: Das und nicht die Rehe sei wohl der Hauptgrund für den Zaun gewesen.

 

Die Folgen für die Tiere: Eine Wasserstelle gibt es nicht mehr. Beide Ämter jedoch sind der Ansicht, dass die Tiere freien Zu- und Abgang vom Gelände haben. So soll es eine Untergrabung an der alten Mauer geben, die an den Friedhof grenzt. Das Sportamt hat Fotografien. Dort kämen die Tiere durch, wird eingeschätzt.

 

Sowohl Heidrun Kretschmer, Lothar Tietge und Mitarbeiter der Sportanlage sind anderer Meinung. Füchse können die Stellen zwar passieren, Rehe auf keinen Fall. Jetzt ist guter Rat teuer: Beide Zäune werden mit Sicherheit nicht wieder abgerissen. Das Bündnis für Tiere fordert aber, dass wenigstens eine oder mehrere Tränken aufgestellt werden. Das sei man den Tieren schuldig, die unfreiwillig in die missliche Lage geraten seien, sagt Heidrun Kretschmer. Ines Richter: "Wir werden das unter Beobachtung halten, werden weiter prüfen." Ob eine Umsiedlung der Tiere möglich ist, spielte bislang in den Überlegungen offenbar noch keine ernsthafte Rolle.


Quelle: Volksstimme vom 27.07.2011, Bericht von Karl-Heinz Kaiser

 

http://www.volksstimme.de/_em_cms/globals/print.php?em_ssc=LCwsLA==&em_cnt=390327&em_loc=8&em_ref=/nachrichten/magdeburg/&em_ivw=N-MD

 

 

04.05.2011: Stammtisch

Am Tierschutz-Stammtisch des Bündnis für Tiere e. V. stand heute ab 18.30 Uhr unser Stadtrat Lothar Tietge wieder für alle Interessierten im Magdeburger Brauhaus zu aktuellen Themen als Gesprächspartner zur Verfügung.

 

 

22.06.2010: Angela Davis zu Besuch in Magdeburg

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Angela Davis und Stadtrat Lothar Tietge

 

Angela Davis ist eine US-amerikanische Bürgerrechtlerin, die in den 70-er Jahren zur Symbolfigur der Bewegung für die Rechte politischer Gefangener avancierte. Auf Grund ihrer Aktionen wurde sie verhaftet, was zu einer weltweiten Welle des Protestes führte und schließlich dazu beitrug, dass die von der Todesstrafe bedrohte Angeklagte am 04.06.1972 in allen Punkten freigesprochen wurde. Bis heute gilt Angela Davis als eine der prominentesten ehemaligen politischen Gefangenen der USA. Sowohl die Rolling Stones ("Sweet Black Angel") als auch John Lennon ("Angela") widmeten ihr 1972 Songs.

 

2004 erhielt Angela Davis den Menschenrechtspreis der Gesellschaft für Bürgerrechte und Menschenwürde. Heute arbeitet sie als Professorin an der University of California in Santa Cruz. Noch immer kämpft sie gegen Diskriminierung und Rassismus; u. a. ist sie Sprecherin der Kampagne gegen die Todesstrafe.

 

Im Jahr 1972 wurde Angela Davis die Ehrenbürgerschaft der Stadt Magdeburg verliehen. Nun kam sie am 22.06.2010 - nach 28 Jahren - auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung wieder nach Magdeburg zu einer Vorlesung an der Otto-von-Guericke-Universität. Sie sprach von den Herausforderungen unserer Zeit wie "Neoliberalismus" und "Globalisierung" und gab den Student/innen mit auf den Weg: "Seid kritisch! Bleibt wachsam, Rassismus und Diskriminierung kommen oft unauffällig daher." Im Anschluss an ihren Vortrag trug sie sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

 

Anlässlich ihres Besuchs wurde Angela Davis auch von der Vorsitzenden des Stadtrates, Frau Beate Wübbenhorst (SPD) zu einem Empfang eingeladen, an dem jeweils zwei Mitglieder aus den Fraktionen teilnahmen. Bei meinem Gespräch mit Angela Davis wies ich auf mein Mandat für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hin. Sie war hell begeistert, dass eine Partei, die sich für Tierschutz und Tierrechte einsetzt, in einem Stadtparlament in Deutschland vertreten ist. In ihren Ausführungen machte Angela Davis deutlich, dass sie unseren Einsatz hoch anerkennt, zumal es auf der Welt noch so viele Ungerechtigkeiten wie Armut, Tierquälerei usw. gibt.


Besonders gefreut hat mich natürlich auch, dass Angela seit langem Vegetarierin und seit zwei Jahren sogar Veganerin ist, so dass unser Gespräch durch tiefe Herzlichkeit und Verbundenheit gekennzeichnet war.

 

 

Lothar Tietge

Stadtrat

 

 

10.02.2010: Stadtrat am Tierschutz-Stammtisch

Dressierte Zirkustiere gelten immer noch als "Attraktion", Kritiker als Spielverderber. Doch immer mehr Menschen erkennen, dass Dressurnummern nicht mehr dem heutigen Verständnis von Tieren entsprechen. In Österreich ist die Haltung von Wildtieren im Zirkus seit 2005 per Gesetz verboten. Brasilien, Dänemark, Finnland und Schweden haben längst Haltungsverbote für bestimmte Tierarten wie Elefanten und Großkatzen beschlossen. Viele Städte und Gemeinden (u. a. in Belgien, Kanada, Italien) verweigern solchen Unternehmen den Auftritt auf öffentlichem Grund. In Deutschland dagegen wird lediglich "empfohlen", einige Tierarten nicht in Zirkussen zu halten. Dabei gibt es auch ethischer Sicht keine Rechtfertigung, Wildtiere zum Zweck des Gelderwerbs gefangen zu halten, zu dressieren und zum Vergnügen in der Manege vorzuführen. Der moderne Zirkus - und davon gibt es immer mehr - kommt ohne Versklavung von Wildtieren aus.

 

Der Europäische Zirkusverband scheiterte 2009 bereits zum zweiten Mal, vor der EU-Kommission das österreichische Wildtierverbot anzugreifen. Bevor sich nun die deutsche Regierung zu diesem längst überfälligen Schritt entschließt, bastelt man derzeit in Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin am Verbot. In Trier wurde gerade die Verwaltung beauftragt, ein mögliches Auftrittsverbot für Wildtiere im Zirkus rechtlich zu prüfen.


Am 10.02.2010 ist die "Wildtierhaltung in Zirkussen" auch Thema des für alle Bürger/innen offenen Tierschutz-Stammtisches in Magdeburg. Ab 18 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen, im Brauhaus (Lübecker Straße, geg. Neustädter Friedhof) mit unserem Stadtrat Lothar Tietge zu diskutieren.

 

 

05.02.2010: Bürgersprechstunde

Im Volksstimme-Leserbrief des Rüdiger Jeziorski aus Olvenstedt am 30.12.2009 kritisierte der Bürger: "Bedauerlich ist nur, dass unsere Kommunalpolitiker, voran der Oberbürgermeister, einen Bogen um Neu-Olvenstedt machen." Auch die Mitarbeiter des Tierschutzzentrums zeigten sich sehr daran interessiert, dass die Probleme vor Ort mit Kommunalpolitikern diskutiert werden können. Aus diesem Anlass hat der Trägerverein Bündnis für Tiere e. V. und Stadtrat Lothar Tietge (SPD-Tierschutzpartei-future!) beschlossen, in diesem Jahr mehrere Bürgersprechstunden im Tierschutzzentrum anzubieten. Erstmals steht Stadtrat Tietge am Freitag, dem 05.02.2010, zwischen 15 und 17 Uhr für Gespräche mit den Bürgern zur Verfügung.

 

 

 

07.11.2009: Neue Erfahrung für Magdeburger Jäger

"Eine Ratsmehrheit hat den Arzt Dr. Dirk Schulz bis 2014 im Amt des Kreisjägermeisters bestätigt. Der Beschluss erging bei nur einer Gegenstimme von Lothar Tietge, dem Abgeordneten der Tierschutzpartei. Schulz ist seit 1972 Mitglied der Kreisjägerschaft Magdeburg. Bereits seit 1991 fungiert er im Ehrenamt als Kreisjägermeister. Zu seinen Aufgaben gehört die Durchsetzung der " Grundsätze deutscher Weidgerechtigkeit " und der Hege nach dem Bundesjagdgesetz. Er übernimmt den Vorsitz der Prüfungskommission zur Jägerprüfung."

 

Quelle: Magdeburger Volksstimme vom 07.11.2009


Anm.: Eine ganz neue Erfahrung für die Herren mit dem tödlichen Hobby... Wenn auch die eine Gegenstimme von manch einem noch belächelt wird, sie ist ein Vorgeschmack auf kommende Zeiten, in denen die Vernunft Einzug in die Köpfe der Menschen hält.

 

 

23.09.2009: Volksstimme berichtet: Fleischlos in Magdeburg

Auf Betreiben der Partei Mensch Umwelt Tierschutz wurde von der Magdeburger Fraktion „SPD-Tierschutzpartei-future“ beschlossen, einen Antrag auf Einführung eines „Vegi-Tages“ nach dem Vorbild von Gent (Belgien) zu stellen. Wenn der Stadtrat von Magdeburg diesem Antrag zustimmt, könnte der erste „Vegi-Tag“ bereits der 29. Oktober 2009 sein. Die Stadt Gent beschloss im Mai dieses Jahres als erste Stadt der Welt, einen offiziellen fleischlosen Wochentag einzuführen.

 

Das Beispiel Magdeburg wird den Menschen im In- und Ausland eine wichtige Botschaft übermitteln, in deren Mittelpunkt der Gedanke steht, dass die Hinwendung zur vegetarischen Lebensweise viele positive Auswirkungen hat: Die Anzahl der vom Menschen ausgebeuteten „Nutz“tiere wird drastisch verringert, was wiederum günstige Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt hat. Und die Bewohner der „Dritten Welt“ werden wieder zu Selbstversorgern, weil sie ihre Ackerflächen für sich selbst nutzen können, anstatt sie notgedrungen den Industrieländern für den Anbau von Masttier-Futter zur Verfügung zu stellen. Nicht zuletzt dient die Ernährungsumstellung „weg vom Fleisch“ auch der eigenen Gesundheit - zweifellos ein wertvoller Beitrag zur finanziellen Entlastung des Gesundheitswesens!

 

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist überzeugt: Die Signale in Magdeburg stehen auf  Erfolg - die Stadt kann durch Vermittlung des Oberbürgermeisters Dr. Trümper von den Genter Erfahrungen profitieren, die Gastronomie will mitziehen, und nicht zuletzt findet das neue Konzept Interesse in der Bevölkerung.

 

Der „vegetarische Plan“ wird behutsam begonnen, um die Menschen dort abzuholen, wo sie bezüglich ihres Essverhaltens stehen.


Hier der Volksstimme-Bericht: http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokalausgaben/magdeburg/magdeburg/?em_cnt=1497647

 

 

 

22.09.2009: Tierschutz-Stammtisch im Tierschutzzentrum

 

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Die Tradition des früheren Tier(heim)-Stammtisches wird nun als Tierschutz-Stammtisch fortgeführt. Die erste Veranstaltung nutzte Lothar Tietge, Stadtrat in Magdeburg und Pate des Tierschutzzentrums, den Anwesenden einen Einblick in seine Arbeit zu geben und aktuelle Anfragen und Anträge zu erläutern. Vor allem interessierten sich die Besucher für den Fall "Bruno", der durch Volksstimme TV-Bericht hinreichend bekannt ist, und die Entwicklung des Antrags auf Ermäßigung der Hundesteuer bei finanzieller Notlage auch für Zweithunde.

 

 

04.09.2009: Tierschutzzentrum in Magdeburg eingeweiht


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(v. l. n. r.: Stadtrat Lothar Tietge gratuliert Mirjam Karl-Sy vom Bündnis-Vorstand zur Eröffnung; Besucher informieren sich; Hans-Dieter Bromberg - Fraktionsvorsitzender SPD-Tierschutzpartei-future - Stadtrat und Pate Lothar Tietge sowie Günter Schuchart - Mitarbeiter des Tierschutzzentrums)


 

Ein wichtiger Punkt unseres Programms zur Kommunalwahl 2009 in Magdeburg war die Unterstützung bei der Entstehung eines Tierschutzzentrums. Der lokale Tierschutzverein Bündnis für Tiere e. V. hat nun schneller als geplant zur Eröffnung eingeladen. Unser Stadtrat Lothar Tietge war bei der Einweihung dabei und übernahm die Patenschaft für die Einrichtung.

 

 

04.07.2009: Lothar Tietge eröffnet den Stadtrat

Unser Lothar Tietge eröffnete als das an Jahren älteste Mitglied des Magdeburger Stadtrats die neue Legislatur. Er beließ es nicht bei simplen einleitenden Worten, sondern forderte sogleich mehr Bürgerfreundlichkeit ein. Im Anschluss gratulierten Magdeburger Mitglieder und natürlich seine Frau...

 

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04.07.2009: Der Ratsälteste übt Generalkritik...

Es ist gute Tradition, dass das an Jahren älteste Mitglied eines Stadtrates die neue Legislatur eröffnen darf. Häufig genug belassen es die jeweiligen Abgeordneten bei feierlichen Wünschen auf eine fruchtbare Amtszeit – nicht so Lothar Tietge. Der Tierschutzparteiler, der mit 74 Jahren zum erstem Mal im Leben kommunalpolitisch mitmischt, konsternierte manches Altmitglied des Rates gleich zur Premiere mit heftiger Schimpfe. Als "Negativbeispiel" für die mangelhafte Bürgerfreundlichkeit des Stadtrates zitierte Tietge einen Passus aus der Hauptsatzung des Stadtrates, wonach es Bürgern nicht erlaubt ist, während ihrer regulären Fragestunde in jeder Ratssitzung ein Thema anzusprechen, das am gleichen Tag auf der Tagesordnung steht. Beispiel: Als der Rat jahrelang um den vorerst gescheiterten Tierheimneubau stritt, durfte jeweils an dem Tag, an dem ein Thema beraten wurde, kein Bürger dazu Fragen stellen. Die Anordnung hat ihren Grund in der Sorge, dass die Abgeordneten durch den massiven Vortrag von Einzelmeinungen unmittelbar vor Abstimmungen nicht mehr frei in ihrer Entscheidung wären.

 

"Unmöglich" findet Tietge diesen Umgang mit "mündigen Bürgern": "Das kann so nicht sein!" Trotz des lauter werdenden Geraunes im Saal legte Tietge nach: "Juristen ran! Schmeißt diesen Satz raus! Das ist nur ein kleiner Schritt, aber ein Anfang. Wir müssen bürgerfreundlicher werden, dann werden wir auch nicht mehr so schreckliche Wahlbeteiligungen erleben wie gerade zuletzt im Juni." Tietge, der sich der SPD-Fraktion angeschlossen hat, bekam nur ausgesprochen zögerlichen Beifall für seine Worte. Der Großteil des konservativen Lagers bedachte ihn gar gänzlich schweigend mit strafenden Blicken. Da hatte sozusagen mal "Otto Normal", am ersten Tag seiner Ratsmitarbeit noch ganz mit Blick von außen, auf die Pauke gehauen und dabei in den Ohren altgedienter Kommunalpolitiker lauter Misstöne erzeugt....

 

Quelle: Katja Tessnow, Volksstimme vom 04.07.2009

 

Kommentar: Viele positive Rückmeldungen gab es nach Veröffentlichung dieser Zeilen. Hier hat einmal jemand den Bürger/innen aus dem Herzen gesprochen, der selbst in diese Situation geraten war. Als Zoodirektor Kai Perret drei Tiger töten ließ, war es Lothar Tietge, der hierzu in der Einwohnerfragestunde vorsprechen wollte. Doch da der Stadtrat zu Beginn (um 14.00 Uhr) durch einen Eilantrag die Tötung als Tagesordnungspunkt aufnahm, war seinerzeit dem Bürger Tietge, der pünktlich zur Fragestunde um 17.00 Uhr ins Rathaus kam und von dem Eilantrag keine Kenntnis hatte, seine Anfrage verwehrt. Wie wird sich da ein Bürger fühlen, der z. B. aus Westerhüsen oder anderen Randgebieten Magdeburgs ins Rathaus fährt, um sein Problem zu erläutern, und dann erfährt, dass er sich den Weg hätte sparen können? Ist er weniger hartnäckig als Lothar Tietge, dann wird er sich vermutlich von der Politik nicht ernst genommen fühlen und künftig das Heer der Wahlverdrossenen vergrößern...

 

 

22.06.2009: Konstituierende Sitzung der Fraktion in der V. Wahlperiode

Heute nahm ich ab 17.00 Uhr an der konstituierenden Sitzung der Fraktion in der V. Wahlperiode teil. Ich wurde einstimmig in die Fraktion aufgenommen, ebenso die beiden Stadträte der Partei future! - Die junge Alternative: Oliver Wendenkampf (vielen bekannt als Geschäftsführer des BUND) und Mirko Stage. Die Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future! wird somit die stärkste Fraktion im Stadtrat stellen.


„Der Zusammenschluss erfolgt im Bewusstsein, bei der Entwicklung und Gestaltung unserer Stadt überwiegend übereinstimmende Ziele zu verfolgen. Dabei werden wir in allen Fragen der Stadtpolitik, der Organisation der Fraktionsarbeit und der Öffentlichkeitsarbeit demokratisch, solidarisch und transparent zusammen wirken", erklärte Hans-Dieter Bromberg, der einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden der Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future! gewählt wurde.


Ich werde als ältestes Mitglied des Stadtrates die konstituierende Sitzung des neuen Stadtrates eröffnen und werde mich entsprechend vorbereiten.

 

Lothar Tietge

Stadtrat der

Partei Mensch Umwelt Tierschutz in Magdeburg

 

 

15.06.2009: Gemeinsame Pressemitteilung zur Bildung einer Fraktion

 

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Am heutigen Vormittag unterzeichneten seitens der SPD-Stadtratsfraktion Beate Wübbenhorst, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion und Hans-Dieter Bromberg mit dem gewählten Stadtrat Lothar Tietge, Die Tierschutzpartei, und dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Josef Fassl, die Vereinbarung zur Bildung einer gemeinsamen Fraktion für die Dauer der 5. Wahlperiode des Magdeburger Stadtrates.

 

„Die geführten Gespräche haben uns überzeugt, dass eine gemeinsame Arbeit für uns alle bereichernd sein wird. Wir sind überzeugt, dass zu sozialen Fragestellungen und vor allem zum Thema Tierschutz gemeinsame Positionen entwickelt werden können und freuen uns auf eine erfolgreiche Arbeit in der Fraktion und im Stadtrat.", erklären die Beteiligten übereinstimmend.