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24.03.2009: Informationsveranstaltung in Schönebeck

 

Zu einer Informationsveranstaltung am 24. März 2009 im Schönebecker Seeschlösschen standen Herr Waldemar Liedicke als Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung Schönebeck zu neuen Vorschriften in der Stadt sowie der Vorsitzende unseres Landesverbandes, Josef Fassl, zum seit 01. März 2009 geltenden "Kampfhundegesetz" ab 18.30 Uhr den interessierten Bürger/innen Rede und Antwort.

 

Die Stadt Schönebeck hat sich um einige Ortschaften vergrößert, der Kurpark Scheinens auch. Ganz sicher auch so manche Vorschrift für Ordnung und Sicherheit. Sehr erschreckend fanden viele Anwesende die Äußerungen des O-Amtsleiters. So hält er z. B. die Hundehaltung für eine "Modeerscheinung". Bürger/innen Schönebecks, von denen viele von Kindesbeinen an das friedliche Zusammenleben mit Hunden gewöhnt sind, können nicht nachvollziehen, warum man sie immer mehr aus der Stadt vertreibt. Das Gebiet um den Kurpark ist für sie schon gar nicht mehr zugänglich. Wer einen Schritt neben der "Grenze" geht, sei ein "Zustandsstörer". 

 

Eine Vor-Ort-Besichtigung einige Tage später brachte dann die betrübliche Erkenntnis, dass die Behauptung vieler Schönebecker, ihre Lebensqualität sei durch eine Vergiftung der Atmosphäre stark gesunken, leider den Tatsachen entspricht. Selten haben unsere beteiligten Parteimitglieder einen solchen Hass auf Menschen, die lediglich ihren Vierbeiner ausführen, erlebt. Was aber erwartet man, wenn die Stadtverwaltung selbst ihre Bürger/innen gar zum Denunziantentum auffordert? Wehe dem Halter, der seinen Hund an heißen Sommertagen kurz in den Bach springen lässt, da soll der brave Bürger zu Stift und Kamera greifen und das O-Amt informieren.

 

Rauhe Zeiten für brave (Hunde-)Steuerzahler...  

 

 

Bezeichnend für die aktuelle Hysterie ist auch folgender Polizeibericht (Hervorhebungen zum besseren Verständnis vom LV vorgenommen) und zu dem die Überschrift "Vorsicht, Hundebabys!" passender gewesen wäre: 

 

"Kampfhunde in Förderstedt: Ziellos irrte am Montagabend ein Hund der Rasse American Stafford mit zwei Welpen durch die Förderstedter Bahnhofstraße. Zwei Passanten trafen auf die Tiere, die als Kampfhunde gelten. Mit einem beherzten Sprung flüchteten die Passanten in einen nahen PKW. Ein verständigter Bekannter der Hundebesitzer machte sich auf die Suche nach den Tieren. Kurze Zeit später wurde jedoch das Muttertier tot auf Bahngleisen gefunden. Vermutlich wurde die Hündin vom Zug erfasst. Bis jetzt gibt es keinen Hinweis zum Verbleib der Welpen. Die Bevölkerung ist aufgerufen, das Revierkommissariat Schönebeck umgehend zu informieren. Die Polizei weist darauf hin, dass ein unkalkulierbares Restrisiko besteht, so lange die Tiere sich ohne Hundeführer frei bewegen."

 

Quelle: Polizeibericht in der Schönebecker Volksstimme vom 24.09.2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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