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03.02.2010: Zum Beitrag „Steaks aus dem Labor“ vom 28.01.2010 in der Braunschweiger Zeitung

 

Zu obigem Beitrag antwortete nach Hinweis unserer Kolleg/innen in Niedersachsen unser Landesverband:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren, die Notwendigkeit, den Fleischverbrauch drastisch zu reduzieren, sollte nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Klimaerwärmung, der Gesundheit und der Sicherung von Nahrungsreserven gesehen werden – und hier verwundert die Argumentation eines Vertreters der Kirche – sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Achtung unserer Mitgeschöpfe – der Tiere. Zunächst hat der Mensch im Gegensatz zu manchen Tierarten wie Löwen, Tigern etc. die Wahl, wie er sich ernährt. Der Mensch lebt gesünder, wenn er auf Fleischkonsum verzichtet. Durch künstlich erzeugtes Fleisch besteht allerdings die Möglichkeit, geborene Raubtiere ohne das Leid anderer Tiere zu ernähren. Wir wären damit dem Bild vom Paradies, das gerade von der Kirche wachgerufen wird, einen Schritt näher. Überkonfessionell wird dieser Ansatz unter anderem vom AKUT e. V. (Aktion Kirche und Tiere) verfolgt.

 

In Magdeburg steht derzeit der Antrag unserer Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future! zur Einführung eines fleischfreien Wochentages – „Vegi-Tag“ - auf der Tagesordnung, der mit Unterstützung der Grünen und Linken im Februar beschlossen werden könnte. Nach Genter Modell soll künftig an jedem Donnerstag in Schulen, Gaststätten und städtischen Einrichtungen für die vielfältigen vegetarischen Gerichte geworben werden, um langfristig die übertrieben fleischlastige Ernährung zu reduzieren. Es geht um eine Signalwirkung, um einen gesellschaftlichen Anstoß, der angesichts der aktuellen Klimadebatte und der zunehmenden Übergewichtigkeit unserer Kinder dringend notwendig und eigentlich längst überfällig ist. Lehrhafte Studien, Berichte der Verbraucherzentrale, der Herzgesellschaft etc. können das Problem nicht lösen, hierzu bedarf es gesellschaftlicher Aktionen.

 

Es wäre wünschenswert, wenn es eine solche Initiative demnächst auch in unserer Partnerstadt Braunschweig geben würde. Gemeinsame Aktionen wären nicht auszuschließen…

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Josef Fassl

Vorsitzender des LV Sachsen-Anhalt"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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