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Runder Tisch in Oberursel am 19./20.08.2006

Bericht vom Landesvorsitzenden Peter Barczik

Allgemeines:

Am 19. und 20. August 2006 fanden sich in der Reformhaus-Fachakademie Oberursel Tierschützer

der Bundesrepublik Deutschland zu einem sog. Runden Tisch zusammen.  

 

Da es die erste Veranstaltung dieser Art  war, konnten überzogene Erwartungen natürlich nicht erfüllt

werden. Wenn aber ein Ergebnis dieses Runden Tisches ist, dass es künftig zwischen Tierschutzgruppen

ein stärkeres Miteinander und kein Gegeneinander gibt, wäre das ein echter Fortschritt für den Tierschutz

und somit für die Tiere.

 

Insgesamt ist festzustellen, dass wesentliche Ziele wie z. B. Konfliktabbau und Schaffung eines

Vertrauensverhältnisses durch persönliches Kennenlernen erreicht wurden.

 

Die Organisatoren, an dieser Stelle nenne ich besonders die Mitglieder der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Frau Bettenhäuser (Berlin) und Herrn Eck (Saarbrücken), haben eine außerordentlich  hervorragende Arbeit

geleistet.

 

Die äußeren Bedingungen (Unterkunft, vegane Ernährung) waren vorzüglich. Insgesamt war es eine Freude,

dieses historische Ereignis im Bereich des Tierschutzes miterlebt zu haben.

Rückblick:

Zu Beginn wurden Grußworte von der Tierrettung Landau, Frau Heike Kowalzik (Essen) und Herrn Helmut

Kaplan sowie ein Schreiben aus Japan verlesen. Im ersten Beitrag fand die Arbeit einer Schülergruppe in

Köln-Rodenkirchen starke Beachtung.

 

Die Ausführungen zum Veganismus/Vegetarismus boten interessante Statistiken. So erfuhren die Teilnehmer u. a.,

dass 46,3 % der Veganer junge Menschen zwischen 21 und 30 Jahren sind.

 

Die Darlegungen zur Tierrechtsarbeit an Schulen und Kindergärten konnte man als Ergänzung zum ersten Beitrag

auffassen. So wurde über eine Demo „Schüler für Tiere“ berichtet. Es wurde hervorgehoben, dass durch den

Kontakt mit den Tieren das Gefühl für die Mitgeschöpfe ausgeprägt wird.

 

Das nächste Kurzreferat belegte mittels Fakten, dass reformerische Ansätze im Gegensatz zu

Abschaffungsforderungen durchaus zu guten Ergebnissen führen können. Dazu zählen z. B., dass

 

-          der Fürst zu Fürstenberg seinen Jagdschein abgeben musste,

-          Mercedes-Benz auch lederfreie Produkte im Auto anbietet,

-          Mc Donald´s sich um Verbesserung der eigenen Tierhaltung bemühen will und Vege-Burger anbietet,

-          der Papst sagte: „Auch Tiere sind Geschöpfe Gottes“,

-          21 Organisationen Unterschriften gegen Rügen-Delfinarien gesammelt und überreicht haben.

 

Wie in der Diplomatie muss vieles im Stillen geschehen. Gedanken zur Diskriminierung von Tierrechtlern und

Tierrechtsaktionen aus Glaubens- und Gewissensgründen wurden von Vertretern des Universellen Lebens

geäußert.

 

Besonders erwähnenswert ist der Vortrag unseres Bundesvorsitzenden Jürgen Gerlach zum Thema „Vorteile

eines geschlossenen Auftretens. Was könnte eine gestärkte Tierschutzpartei leisten?“ Die von ihm

vorgetragenen Gedanken wirkten überzeugend und umfassten auch die für den recht heterogenen

Zuhörerkreis erforderlichen Informationen.

 

Der zweite Tag begann mit der Vorstellung eines einsatzbereiten Internet-Tierrechtsarchivs. Die Teilnehmer

befürworteten ein rechnergestütztes Tierrechtsarchiv, noch dazu, da es kaum Kosten bereitet. Außerdem

wurde der Aufbau einer Adressdatei vorgeschlagen. Erfreulich war, dass die Zeit, die noch verblieb, für eine

rege Diskussion genutzt wurde.

 

Der Runde Tisch soll nun jährlich fortgeführt werden. Wir sind auf dem richtigen Weg…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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