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08.04.2006. Berlin, 10.45 Uhr.
Tags zuvor hatte die BZ über die geplante Aktion berichtet und nun kamen sie langsam zusammen, die Tierfreunde aus Magdeburg, Bitterfeld, Halberstadt und Berlin.
Der Landesverband Sachsen-Anhalt der Tierschutzpartei und das Magdeburger Bündnis der Hundefreunde hatten gemeinsam mit der Animal Protection Group aufgerufen, ab 11.00 Uhr vor der Botschaft der Republik Türkei gegen die Folterungen und Tötungen auf der Mülldeponie MAMAK bei Ankara zu protestieren. Gefolgt waren dem Aufruf neben den eigenen u. a. auch Mitglieder des Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg e. V., des Tierschutzvereins Magdeburg 2000 sowie Tierfreunde aus Dardesheim.
Vor Vertretern der türkischen Medien machten sie ihrer Wut Luft: Trotz weltweiter Proteste an den türkischen Innenminister Abdülkadir Aksu nach einem Bericht in der „Hürriyet“ werden noch immer herrenlose Tiere in der Türkei ohne Beachtung der vorhandenen Gesetze in einer undenkbar brutalen Weise qualvoll getötet! In der türkischen Hauptstadt Ankara werden die herrenlosen Straßentiere aufgefangen, in die Mülldeponie "MAMAK" verfrachtet, dort ohne Wasser und Futter ihrem Schicksal überlassen. Die Tiere werden teils an den Pfoten gefesselt, teils vergewaltigt, bis die inneren Organe der Tiere geplatzt sind und sie daran qualvoll versterben! Die Welpen werden in Säcke gestopft, die dann verschnürt werden, so dass sie einen qualvollen langen Erstickungstod sterben.
In Berlin forderten die Demonstranten, dass die türkische Regierung ihr im Jahr 2004 beschlossenes Tierschutzgesetz endlich anwendet und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht! Die Gesetze nutzen nichts, wenn sie nur auf dem Papier stehen! Unser Landesvorsitzender Peter Barczik brachte es auf den Punkt: „Wir freuen uns auf die Mitgliedschaft der Türkei in der EU und besonders auch auf die türkischen Tierfreunde, erwarten aber, dass der Standard des Tierschutzes der EU auch in diesem Staate eingehalten wird. Hundemassaker gehören ganz gewiss nicht dazu!“
Adile Pannicke von der Arbeitsgruppe für Tierrechte wird am kommenden Wochenende in Ankara VOR ORT einen Protest organisieren und hat allein dafür schon fast 2.000 Mails erhalten.
Der Landesverband Sachsen-Anhalt der Tierschutzpartei hat die „Schwesterpartei“ in den Niederlanden, die „Partij voor de Dieren“, über den Protest in der deutschen Hauptstadt informiert und gebeten, ebenso im Nachbarland aktiv zu werden.
Spontane Unterstützung erhielten die Demonstranten durch „Bärenjette“ Lydia Klupsch, die – obwohl unterwegs zu einem anderen Termin - sich mit ihrer Drehorgel zu den Tierfreunden gesellte und auch bei weiteren Aktionen ihre Stimme für die Tiere erheben will.
Die „Hürriyet“ berichtete am 09.04.2006 über die Demonstration, vgl. Anlage. Das türkische Fernsehen wollte ebenfalls berichten, hier liegt uns aber noch kein Material vor.
PRESSEERKLÄRUNG
Protest-Mahnwache vor der Türkischen
Botschaft in
in der Türkei registiert. Voller Entsetzen muss man jedoch nach wie vor grauenhafte Tierquälereien
wie in Mamak/Ankara, begangen an Straßenhunden, zur Kenntnis nehmen.
Es wird erwartet, dass nunmehr das Türkische Tierschutzgesetz auch in der Praxis durchgesetzt wird. Gegen die schrecklichen Tiermassaker auf den Straßen und die schlimmen Zustände auf Märkten und Hinterhöfen ist endlich von staatlicher Seite einzuschreiten.
in der Türkei muss ein
Ende finden.
Die Türkische Botschaft wird eindringlich ersucht, bei der Regierung in ihrem Heimatland zu intervenieren - die Empörung über die furchtbaren Tierquälereien in der Türkei ist groß.
Es geht letztlich auch um die Glaubwürdigkeit, die Zuverlässigkeit und das Ansehen der Türkischen Republik bei einer weiteren Zusammenarbeit mit der Europäischen Staatengemeinschaft.
Allah ist groß - aber nicht grausam! Erwartet wird, dass im Alltagsgeschehen das Gebot der am 03.08.2004 in allen Moscheen der Türkei verkündeten „HUTBE HAYVANLARA MERHAMET“ auch umgesetzt wird.
„Übet BARMHERZIGKEIT UND GNADE GEGENÜBER ALLEN TIEREN“
AnimalProtectionGroup-Workinggroup for Animal Rights (Non-Profit-Organisation) Germany Ignatz-Stroof-Straße 8, 06749 Bitterfeld, Tel: 03493 605476 und 0178.5076402,
www.animalprotectiongroup.nixfree.com
"DIE ÖFFENTLICHKEIT IN EINEM RECHTSSTAAT IST DER EINZIGE GARANT, DASS DAS UNRECHT SICH NICHT
WIEDERHOLT"
Uns erreichten weitere unfassbare Bilder von der Mülldeponie MAMAK in Ankara! Wir können nicht weiter von außen zusehen und haben für den 08.04.2006 - 11.00 Uhr - eine Protestaktion in Berlin vor der Türkischen Botschaft angemeldet. Zusagen zur Teilnahme liegen bereits aus Bitterfeld, Magdeburg, Hannover und Mainz vor. Wenn Sie nicht selbst teilnehmen können, reichen Sie diese Info bitte an die Ihnen bekannten Tierschützer weiter! Wir brauchen die Unterstützung ALLER! Diese bitte nicht weiterleiten. Sie sind nur für den Tierschutz bestimmt. Die Anhänge sind Informationen, Beweise, d. h. Fundament für Ihre Anträge/Proteste. Den Antrag an den Innenminister der Türkischen Republik bitte ausgefüllt zusenden. Bitte unterstützen Sie den Tierschutz vor Ort mit Ihren Protesten. Die noch lebenden Tiere bedanken sich bei Euch!
Adile und Ingo Marco Pannicke -Vorstand APG e.V.-
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Folgende Nachricht erreichte uns heute. Sie wurde gesendet von Frau Nesrin Citirik DOHAYKO Adana Türkei. Im Anhang sind die neuen Photos aus der Mülldeponie MAMAK. Die Übersetzung des Originaltextes lautet: TIERANBLICKE AUS DER TÜRKEI Die Gemeinden der Stadt ANKARA haben die Welpen in die Tüten GESTECKT und zugeschnürt. Sie haben sie in der Mülldeponie von Mamak entsorgt. Sie haben die ausweglosen Welpen zu einem schweren Tod verdammt. Bitte die Fotos genau ansehen. Sehen Sie in die Augen eines Welpen, der überleben konnte, sich an den leblosen Körper seiner Mutter anlehnte. Alle Tüten sind voll von noch lebenden oder bereits verstorbenen Welpen. Die Täter sind die Gemeinden der Hauptstadt ANKARA. Die Anweisungen für diese Taten wurden von den Bürgermeistern der Gemeinden Stadt Ankara erteilt. Die Gemeinde-Amtstierärzte haben die Anweisungen vollzogen.
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