Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz in
Sachsen-Anhalt zusammen mit den Zerbster und Straguther Bürgerinitiativen
"Gegen Schweinemast auf dem ehemaligen Flugplatz Zerbst" laden heute um 18 Uhr
in der Stadthalle zu einer Bürgerversammlung ein. Die Stadt Zerbst unterstützt
koordinierend.
Bevor am 5. August beim Landesverwaltungsamt Halle die Einspruchsfrist zur
Genehmigung der auf dem ehemaligen Zerbster Flugplatz geplanten
Schweinemastanlage endet, möchte die Bürgerversammlung noch einmal zu den
Plänen informieren und zu den Möglichkeiten für die Bürger, Einspruch dagegen
geltend zu machen.
In der von Nancy Streit und Andreas Döring von der Partei Mensch Umwelt
Tierschutz geleiteten Versammlung werden der Landesvorsitzende der Partei,
Josef Fassl, Oliver Wendenkampf, Landesgeschäftsführer des BUND, sowie Alfred
Schildt zu Wort kommen, bevor Gelegenheit zu Fragen und Diskussion ist.
Um die in Zerbst ausliegenden Planungsunterlagen einzusehen, war in der
vergangenen Woche Petra Hort, Bürgermeisterin von Wanzleben/Börde, nach Zerbst
gekommen. "Mir ging es um vertragliche Regelungen in dem Zusammenhang und die
Möglichkeiten von Geruchsbelästigungen, die auf uns zukommen", sagt sie im
Volksstimme-Gespräch.
Speziell ist das Gut Kleinwanzleben, ein landwirtschaftlicher Betrieb, ein
potenzieller Vertragspartner des Investors. Sie würden in Zerbst anfallende
Gärreste aufkaufen und ausbringen. Dabei ist ein Territorium im Umkreis von
120 Kilometern angegeben.
"Das ist ein Gebiet, was in jedem Fall unsere Einheitsgemeinde betrifft",
begründet Petra Hort ihr Interesse. Grundsätzlich bedauert sie auch mit Blick
auf das aktuelle Zerbster Vorhaben, "dass man im Grunde benachbart ist und
eigentlich nichts mehr voneinander erfährt". Auch deshalb hat sie den
Austausch mit der Stadtverwaltung gesucht.
Quelle: Volksstimme Zerbst vom 29.07.2010
URL: http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokalausgaben/zerbst/?em_cnt=1773364



