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Schluss mit den Tierversuchen! Unter Tierversuchen verstehen wir Eingriffe an Tieren, die zu Schmerzen, physischen oder psychischen Leiden und Schäden und/oder zum Tod der Versuchstiere führen. Tierversuche sind vor allem ein riesengroßes Geschäft!
Seitdem die medizinische Forschung auf Tierversuchen basiert, sind Milliarden von Versuchstieren zu Tode gefoltert worden. Die Parole „zum Wohle des Menschen“, raffiniert erdacht, wird bis heute ausgegeben – und zum Teil immer noch geglaubt! Es ist höchste Zeit, die Strategie der Versuchstier-Ausbeuter zu durchschauen: Die Angst der Menschen vor Krankheit und Tod wird schamlos ausgenutzt, indem man ihnen suggeriert, eine Erforschung und Heilung ihrer Krankheiten sei ohne Tierversuche nicht möglich. Dabei werden die vielfältigen Unterschiede zwischen Mensch und Tier – physisch wie psychisch - wohlweislich verschwiegen. Die Folge: sich wiederholende Arzneimittelkatastrophen mit Missbildungen, Siechtum, Todesfällen (Stichworte „Contergan“, „Mexaform“, „Lipobay“ etc.).
Tierversuche haben Alibifunktion, d. h. sie gewährleisten die haftrechtliche Absicherung, wenn Menschen zu Schaden kommen. Daher unterstützt man eine endlose Hinhaltetaktik seitens der Profiteure von Tierversuchen, wenn man „Alternativmethoden“ als Ersatz von Tierversuchen fordert! Nichtsahnend wird also mit dieser Forderung den Experimentatoren in die Hände gearbeitet, erfüllt sie doch die Funktion einer „Beruhigungspille“. Im Übrigen sieht die auf Tierversuche fixierte Praxis die Validierung durch Abgleichung an neuen Tierversuchen vor. Doch angesichts der Tatsache, dass Tierversuche selbst nie validiert (= rechtsgültig gemacht) wurden, ist die genannte Bedingung für die Anerkennung tierversuchsfreier Verfahren ein Unsinn in sich. Sie dient eindeutig einer Verzögerungstaktik – nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass die Schädlichkeit von Substanzen im Reagenzglas weit schneller und eindeutiger erkannt werden kann, was eine profitträchtige Vermarktung der Produkte erschwert. Wir fordern: - Forschung mit ausschließlich menschlichem Biomaterial, das z. B. nach Operationen anfällt und bei Toxizitätstests zuverlässige Resultate liefert. Für diese Untersuchungen auf Giftigkeit müssen immer noch zahllose Tiere leiden!
- Computer-Simulation
- Epidemiologie (das Studium der Häufigkeit von Krankheiten ganzer Bevölkerungsgruppen)
- die einfühlsame, intelligente Beobachtung am Krankenbett im Rahmen der Erfahrungsheilkunde
- Akupunktur u. v. a. m.
Die bisherige Praxis bei der Vergabe von Forschungsgeldern an Universitäten und Kliniken, nämlich die Zuhilfenahme eines politisch gestützten und gewollten Industrie-Sponsoring, darf so nicht hingenommen werden. Die Koppelung von Drittmitteln und staatlichen Zuschüssen - also je höher die eingeworbenen Drittmittel, desto mehr öffentliche Forschungsgelder - müssen wir anprangern. Eine Änderung wäre mit Hilfe eines offen zu legenden „gläsernen“ Fonds denkbar, in den sowohl die Drittmittel als auch die staatlichen Fördergelder fließen. Die Vergabe müsste durch ein unabhängiges, objektives Fachgremium erfolgen, nicht nach so genannten „Hitlisten“, sondern orientiert an der ethischen Verantwortbarkeit der Forschungsanträge und deren tatsächlichem Nutzen für die gesamte Mitwelt.
Vermieden würden dadurch nicht nur Begleiterscheinungen wie Bestechung und Fehlinformation - bedingt durch Manipulationen und Gefälligkeitsgutachten - sondern auch Doppel- und Mehrfachversuche, wie sie tragischerweise gerade im Bereich der Tierversuche oft zu finden sind. Allein die Offenlegung und korrekte Prüfung bei der Verteilung von Forschungsgeldern würde mit Sicherheit zu einem Rückgang der Tierversuche führen.
Informationen zum Thema:
Tierversuche - der falsche Weg
Neues Internet-Video der Ärzte gegen Tierversuche:
"Ab sofort online: Unser neuer Videofilm "Tierversuche - der falsche Weg".
Der 8-Minuten-Film beleuchtet kurz und knapp die
wichtigsten Argumente gegen Tierversuche, die Möglichkeiten der
tierversuchsfreien Forschung und die Arbeit der Ärzte gegen Tierversuche. Auf unserer Website und
im Videoportal YouTube machen wir die Bilder und Argumente einem breiten
Publikum zugänglich."
US-Forscher wollen Computersimulationen statt Tierversuche
Tierversuche bei
Tests chemischer Substanzen sollen in den USA zusehends durch
Computersimulationen ersetzt werden. Wie zwei führende staatliche Forschungsinstitute bekannt gaben, soll
die Wirkung von Substanzen und Medikamenten künftig häufiger mit
Computermodellen zur
Zellanalyse überprüft werden.
Quelle:
AFP, 19.02.2008
QS, ein Skandal nimmt kein Ende! Aktueller TV-Tipp: TierTV berichtet am 24.11.2007 mehrfach über das umstrittene QS-Siegel
PETA Deutschland e.V. liegt aus mehreren deutschen QS-zertifizierten Mastbetrieben erschreckendes Bildmaterial vor. Die Bilder zeigen einen authentischen Blick hinter die verschlossenen Türen der Zuchtbetriebe und belegen auch die alltägliche Brutalität in QS-Qualitäts-Mastanlagen. Der Spartensender TierTV berichtet ausführlich zum bundesweiten QS-Skandal. Der Sendetermin wurde leider sehr kurzfristig bekannt gegeben, dies hängt primär mit diversen gerichtlichen Androhungen der QS-GmbH gegenüber TierTV zusammen. Wie auch schon bei der ARD-Panorama-Ausstrahlung vor einigen Wochen setzt die QS-GmbH auch jetzt wieder alles daran, eine ausgewogene Berichterstattung zu verhindern.
Die QS-Reportage ist ebenfalls auf der Website von TierTV unter www.tier.tv zu sehen. Direktlink: http://www.tier.tv/ttv_qs_reportage-wmv.2318.0.html
Der Sender TierTV hat eine Pressemitteilung zur Reportage veröffentlicht: http://www.presseportal.de/pm/67375/1089558/united_screen_entertainment_gmbh
Das MSN-Newsportal hat bereits berichtet und bietet die Reportage ebenfalls als Download an: http://news.de.msn.com/politik/Article.aspx?cp-documentid=6774723
Hintergrundinformation zur QS-GmbH und zum QS-Siegel:
Die QS-GmbH und das QS-Siegel gibt es seit 2001. Das oberste Ziel ist es, dem Verbraucher Vertrauen und Sicherheit zu geben. Das QS-Prüfsystem basiert nicht auf staatlichen oder verbindlichen Kontrollen, sondern ist ein freiwilliges und selbstgegebenes Siegel der Wirtschaft. Durch das QS-Siegel soll nach Angaben der QS-GmbH langfristiges Vertrauen mit größtmöglicher Transparenz in der kompletten Lebensmittelproduktion erzeugt sowie eine Qualitätssicherung auf hohem Niveau erreicht werden. Auch beim Thema Tierschutz verweist die QS-GmbH auf ihre hohen Anforderungen an gesunde Fütterung und tiergerechte Haltung sowie ein „Höchstmaß an Verantwortung“ in den Mastbetrieben. Die Tierrechtsorganisation PETA hat unter http://peta.fnbinteractive.de/ eine umfangreiche Informationsseite zum Thema QS zusammengestellt. Es wurde auch eine Protestaktion ins Leben gerufen, bitte beteiligen auch Sie sich an den Aktionen gegen QS.
Immer mehr Tierversuche - Sachsen-Anhalt rechnet mit weiterem Anstieg - Experte kritisiert Genehmigungspraxis
In Sachsen-Anhalt werden immer mehr Tiere für Versuche genutzt. Die Zahl der betroffenen Tiere stieg von 59 440 im Jahr 2000 auf 72099 im vergangenen Jahr, wie aus dem Landwirtschaftsbericht des Landes hervorgeht. Das Agrarministerium rechnet mit einem weiteren Anstieg. Nach Ansicht von Ulrich Fach vom Landesverwaltungsamt liegt dies an der ständig steigenden Zahl von Parallelversuchen mit genetisch veränderten Tieren vor allem in der Grundlagenforschung sowie an strengeren Vorschriften. "Drei bis vier Tiere reichten früher für eine statistische Erhebung aus, heute müssen es zehn bis 15 sein", sagt Fach. Über die Notwendigkeit der Experimente soll die Tierversuchs-Ethik-Kommission wachen. Diese ist jedoch nach Ansicht von Uwe Ballinger, der in diesem Gremium Mitglied war, nicht in der Lage, unnötige Versuche zu verhindern. "Vier der sechs Mitglieder sind selber Experimentatoren, so dass es keine neutralen Entscheidungen geben kann", sagt der Dessauer Tierarzt. Ethiker und Theologen fehlten ganz. Zudem sei die Kommission überfordert, wenn sie innerhalb von zwei Wochen bis zu 25 Anträge prüfen müsse. Maximal zehn Anträge seien in dieser Zeit zu schaffen. "Die Kommission ist ein Feigenblatt, tatsächlich auf Tierversuche Einfluss nehmen kann sie nicht", so Ballinger.
In Sachsen-Anhalt ist seit 2000 kein Tierversuch abgelehnt worden. Fach begründet dies damit, dass umstrittene oder nicht ausreichend begründete Versuche während der Anhörung von den Antragstellern zurückgezogen und überarbeitet werden. Davon betroffen seien "zwei bis drei Anträge pro Jahr" bei bis zu 80 genehmigungspflichtigen Anträgen.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 11.12.2006
Schwache Lobby für die Ratte - Tierversuche sorgen für Ärger - Kommission soll bei der Genehmigung von Experimenten beraten
Weil er die Zustände bei der Genehmigung von Tierversuchen in Sachsen-Anhalt für unhaltbar hält, berichtet Uwe Ballinger darüber. Ein Mitarbeiter des Landesverwaltungsamtes zeigte den Dessauer Tierarzt daraufhin wegen Geheimnisverrats an.
"Tierversuche sollten auf die unbedingt notwendige Zahl beschränkt bleiben", sagt Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke (CDU). Doch dass dies in Sachsen-Anhalt der Fall ist, daran hat Uwe Ballinger erhebliche Zweifel. Der Dessauer Tierarzt war jahrelang Mitglied der Tierversuchs-Ethik-Kommission beim Landesverwaltungsamt. Die Behörde ist für die Genehmigung von Tierversuchen zuständig und bedient sich dazu der Kommission als beratendes Gremium. Doch anders als in anderen Bundesländern sei diese Kommission nicht paritätisch mit Wissenschaftlern, Tierschützern, Theologen und Ethikern besetzt, sagte Ballinger. Vier der sechs Mitglieder gehörten der Tierversuchs-Lobby an, sagt Ballinger. Schon aus diesem Grund bestehe keine Chance, selbst unsinnige Tierversuche zu verhindern.
"Bei Nagern gibt es de facto keine legalen Möglichkeiten, Versuche zu verhindern. Und selbst bei höher entwickelten Tieren können Versuche höchstens verzögert werden", kritisiert der 46-Jährige. Selbst, wenn die Kommission einem Versuch widersprechen würde - die Entscheidung liege letztlich bei der Fachaufsicht des Landesverwaltungsamtes. Dies hat in den vergangenen fünf Jahren nicht einen einzigen Versuch abgelehnt.
Über diese Zustände berichtete der Veterinärmediziner im Tierschutzbeirat der Landesregierung, dem er zum damaligen Zeitpunkt ebenso wie der Ethik-Kommission angehörte. Und obwohl die Sitzung nicht öffentlich war und er nach eigenem Bekunden keine Namen von Antragstellern nannte, sollte dies Konsequenzen für Ballinger haben: "Der für Tierversuche zuständige Referatsleiter im Landesverwaltungsamt hat mich wegen Geheimnisverrats angezeigt." Referatsleiter Ulrich Fach erklärt im MZ-Gespräch zwar, dass es in der Ethik-Kommission des Öfteren "hoch her geht". Den Fall Ballinger lässt er aber unerwähnt. Fach sah sich auch nicht imstande, die aktuellen Mitglieder der Kommission zu benennen. Der Vorsitzende sei nicht erreichbar, dessen Stellvertreter seit zwei Jahren mit der Materie nicht betraut, erklärte eine Sprecherin der Behörde. ...
Dass es Auswüchse gibt, bestätigt sogar Referatsleiter Fach: So habe ein Antragsteller Schafe "auf Vorrat" mit einer Herzbeutel-Entzündung infizieren wollen, obwohl keine Versuche geplant waren. ...
Das Strafverfahren gegen Uwe Ballinger wurde übrigens gegen Zahlung von 500 Euro eingestellt. "Ich habe dem zugestimmt, um meine Nerven zu schonen", sagt er. Und weil er das Geld an die Tierschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) zahlen konnte.
Die Ethik-Kommission und den Tierschutzbeirat hat Ballinger verlassen, heute ist er Mitglied des Vereins "Ärzte gegen Tierversuche".
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 11.12.2006
23.08.2005: Kongress zu Tierversuchs-Alternativen
Verbraucherministerin Künast hat am Vormittag (22.08.2005) einen Kongress über Alternativen zu Tierversuchen eröffnet. “Wir müssen uns fragen, wo sind Tierversuche wirklich notwendig, um unser Leben sicherer zu machen“, sagte Künast. Tierversuche und Verbraucherschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Rund 850 Fachleute tauschen sich in drei Tage lang über das Thema aus. Die EU verbietet Tierversuche, wenn es Alternativen dazu gibt.
Quelle: ARD-Videotext
Kommentar: Frau Künast vertritt hier eine irrige Meinung, denn Tiere dürfen für die Krankheiten des Menschen nicht herhalten und sogar dafür mit dem Leben bezahlen.
10.02.2005: Der Robin Hood der Versuchsratten Berliner Forscher testen Medikamente an künstlicher Haut
Könnten Mäuse, Ratten und Meerschweinchen sprechen, würden sie sich tausendmal bei Monika Schäfer-Korting, 52, und Alexander Vuia, 27, bedanken. Das Forscher-Team der Freien Universität entwickelt eine Methode, um Millionen Versuchstieren weltweit vor Leid und Tod zu bewahren. 263.000 Labortiere werden jährlich allein in Berlin für Untersuchungen eingesetzt. Viele verenden qualvoll. "Als Ersatz für die bei Medikamenten- und Chemikalientests verwendete Ratten- und Schweinehaut nehmen wir künstliche Menschenhaut", so Vuia. "Sie wird aus Hautzellresten herangezüchtet, die bei Operationen anfallen." Diese Kunsthaut ist fast identisch mit der menschlichen Epidermis. "Nur ein bißchen durchlässiger", sagt Monika Schäfer-Korting. Deswegen wollen die Forscher eine Umrechnungsformel finden, um den minimalen Unterschied zu korrigieren. Nötig sind etliche Versuchsreihen, bevor neue Medikamente oder Chemikalien zugelassen werden. Chemie- und Medikamentenkonzerne müssen vorher abklären: Wie gut werden die Wirkstoffe aufgenommen? Welche neuen Umwandlungsprodukte entstehen dabei? Wie stark wird die Haut geschädigt? Sobald die Tests abgeschlossen sind und die Methode als Ersatzverfahren zugelassen ist, können Salben, Hormonpräparate, Chemikalien, Lösungsmittel ab 2007 serienmäßig an der Kunsthaut ausprobiert werden.
Quelle: Bild-Zeitung vom 04.02.2005
16.08.2004: Mikrochips statt Versuchstiere - Ärzte gegen Tierversuche hoch erfreut über technologische Neuentwicklung
Amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, einen ganzen Organismus auf einem Silizium-Chip nachzuahmen. Die Ärzte gegen Tierversuche sehen sich in ihrer Argumentation bestätigt. Tierversuchsfreie Systeme seien den Tests am lebenden Tier in Bezug auf Genauigkeit, Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit bei weitem überlegen. Michael Shuler von der Cornell University hat einen Chip erfunden, der die Arzneimittelforschung revolutionieren kann. Winzige Kammern aus Glasröhren, die mit lebenden Zellen ausgekleidet sind, auf einem nur daumennagelgroßen Mikrochip stellen einzelne Organe dar. Der künstliche Körper wird mit einer Nährflüssigkeit durchströmt. Ein hinzugegebener neuer Wirkstoff zirkuliert durch den Chip. Seine Wirkung in den einzelnen Organen, seine Verstoffwechslung sowie die mögliche Entstehung giftiger Abbauprodukte kann nun getestet werden. Die Rundreise eines Wirkstoffes durch den Chip entspricht etwa dem Weg durch ein lebendes Säugetier. Die Chips lassen sich auch mit menschlichen Zellen bestücken, so dass in Zukunft potentielle Arzneimittel an dem künstlichen Mini-Menschen getestet werden können. Die Ärzte gegen Tierversuche setzen große Erwartungen in die Neuentwicklung. "Wer immer behauptet hat, mit Zellkulturen könne man keinen Organismus nachahmen, wird nun eines Besseren belehrt", freut sich Dr. med. vet. Corina Gericke, Fachreferentin bei den Ärzten gegen Tierversuche. "Es ist erschreckend und nicht nachvollziehbar, dass im Zeitalter modernster Technologien immer noch Unsummen in die archaische Tierversuchsforschung fließen." In Mainz, Ulm, Freiburg, Würzburg, Jena, Erlangen und vielen anderen Städten Deutschlands werden zurzeit neue Tierversuchsanlagen mit jeweils zweistelligen Millionenbeträgen gefördert. "So werden unsere Steuergelder verschleudert und für die zukunftsweisende, tierversuchsfreie Forschung bleibt kaum etwas übrig", so Tierärztin Gericke. Die tierversuchsfreie Forschung erhält im Jahr 2004 gerade einmal 2,8 Millionen Euro staatliche Fördergelder. Sogar Krankheiten des Menschen können mit dem Mikrochip nachgeahmt werden. Das Team an der Cornell University arbeitet an der Simulation von Krebs. Kombinationen von Wirkstoffen können in den mit Krebszellen beschichteten "Organen" des Chips auf ihre Wirksamkeit und Sicherheit geprüft werden. Tests, die am Tier Monate dauern, lassen sich mit Hilfe der Chips innerhalb von ein bis zwei Tagen durchführen. Die Kosten für einen Chip sollen bei etwa 50 Dollar liegen - die Haltung eines einzelnen Versuchstiers kostet ein Vielfaches. So wird das neue Testsystem nicht nur zum Vorteil für die Tiere sein, auch die Pharmaindustrie kann dadurch Zeit und Kosten einsparen und für den Patienten sicherere und wirksamere Medikamente entwickeln.
Quelle: Technology Review Juli 2004, S. 45-48
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